Auch Eintracht-Verteidiger Theate machte bei einigen Gegentoren in Leipzig eine eher unglückliche Figur. Foto: Michael Täger/Jan Hübner
Frankfurt (06.12.25). Das war ganz schwach! Nach der 0:3-Heimpleite gegen Atalanta Bergamo und dem enttäuschenden Last-Minute 1:1 gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg, setzte es für die Eintracht-Profis datumsgerecht zum 6.Dezember ein 0:6-Nikolaus-Debakel beim Tabellenzweiten RB Leipzig. Dabei kassierten die Frankfurter sowohl kurz nach Spielbeginn (5.Minute/Harder), als auch nach Wiederanpfiff (47./Diomande) zwei vermeidbare Blitz-Gegentore und wirkten auch bei allen anderen Gegentreffern von Baumgartner, Raum und Triple-Torschütze Diomande) wenig strukturiert.

Höchste Pleite seit 1996
Dieses 0:6 war die höchste Eintracht-Niederlage seit fast 30 Jahren. Zuletzt verlor man mit dem gleichen Ergebnis am 23. März 1996 in Dortmund. Aufgrund der gezeigten schwachen Leistung und der offensichtlichen Formkrise muss man sich vor dem Auswärtsspiel beim FC Barcelona und dem Heimspiel gegen den FC Augsburg ernsthafte Sorgen um Zukunft des völlig verunsichert wirkenden Eintracht-Kaders machen.
Schlechteste Liga-Abwehr
Mit nunmehr 21 Punkten und 29 Gegentreffern (28:29 Tore) stellt die Eintracht als Tabellensiebter die aktuell schlechteste Abwehr der Fußballbundesliga. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison grüßten die „Adler“ von Platz 2, hatten 27 Punkte gewonnen und ein Torverhältnis von 33:18.
Toppmöller muss jetzt liefern
Allein die Niederlagen von Leverkusen (23 Punkte/0:2 in Augsburg) und Stuttgart (22 Punkte/0:5 gegen Bayern München) macht es den Eintracht-Verantwortlichen auch nach diesem Spieltag noch möglich von einer „bisher eigentlich gute Bundesliga-Saisonsaison“ und „Kontakt zu den internationalen Plätzen“ zu sprechen. Doch diese Argumentation scheint mit dem Blick auf die aktuellen Leistungen mehr als fahrlässig. Trainer Dino Toppmöller, der nach jeder Niederlage klare kritische Worte findet, denen seine Spieler seit besagten Spielen aber keine Taten mehr folgen lassen, muss sowohl in Barcelona, als auch in den letzten beiden Ligaspielen vor der Weihnachtspause gegen den FC Augsburg und den HSV den Negativ-Trend spürbar umkehren, sonst könnte sein Job auf dem Spiel stehen.
Hinterfragt werden muss zudem, warum sich in dieser Saison derart viele Leistungsträger (u.a. Burkhardt, Uzun, Larsson, Götze) verletzt und dem Trainer oftmals nicht zur Verfügung gestanden haben. Aufzuklären ist auch der auffällige Leistungsabfall bei Routinier Skhiri, 26-Millionen-Mann Wahi, bei Sturmtalent Bahoya und auch dem großen Abwehr-Talent Collins, die unisono seit Wochen nicht mehr performen. Dass sich in Leipzig der designierte Burkhardt-Ersatz Batshuayi offenbar ebenfalls schwer verletzte, kommt erschwerend hinzu.
Ehrliche Analyse des Status Quo
Durchhalteparolen, auf die nach wie vor arithmetisch ansehnliche Tabellenkonstellation hinzuweisen und sich bei den Fans für schlechte Leistungen zu entschuldigen, hilft Eintracht Frankfurt jetzt nicht mehr weiter. Probleme lediglich anzusprechen ohne diese am Folgespieltag zu lösen, sind auch kein Erfolgs-Rezept. Die Eintracht-Verantwortlichen müssen sofort in Klausur gehen und bereits in der kommenden Woche liefern.

Krösche: „Keine Trainerdiskussion!“
Es ehrt Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche, dass er seinem Cheftrainer auch nach der „0:6-Demütigung“ (Zitat: Toppmöller) öffentlich schützt und versichert, dass Eintracht Frankfurt „kein Trainer-Thema“ hat. Doch Krösches Forderungen „Fehler anzusprechen“, „Dinge aufzuarbeiten“ und eine bessere „Verteidigungsbereitschaft an den Tag zu legen“ dürfen jetzt nicht als Worthülsen verpuffen. Sie müssen von Spielern und dem Trainer-Team binnen weniger Tage vollumfänglich umgesetzt und mit positiven sportlichen Leistungen bestätigt werden. Sonst droht eine unruhige Weihnachtszeit. jogo




Kein schlechter Artikel, der mir aber aufgrund der schlimmen Situation nicht kritisch genug erscheint. 0:6! Jeder Woche wird’s schlimmer. Ich bin schon gar nicht mehr wütend, dafür reicht es nicht mehr. Die Leistungen sind traurig wie erbärmlich. Kaum Kampf, keine Galligkeit und kein bedingungslos Dagegenhalten. Dass ein eher unerfahrener Trainer wie Toppmöller beim Stand von 0:6 mit Götze einen echten Weltmeister einwechselt, dafür fehlen mir die Worte, Kein Spielsystem mehr zu erkennen, die meisten Gegentore in der Bundesliga und zweitmeisten in der Champions-League kassiert und jetzt mit Barcelona die zweitbeste europäische Offensive vor der Brust. Diese Eintracht-Mannschaft hat unter der Führung von Dino Toppmöller aktuell ihre Seele verloren. Adlerauge
…da habt ihr Beide recht . Es ist wie bei unserer Regierung: Nicht nur dauernd Reden sondern Handeln!
Sonst wirds schlimm…