„Bullshit & Lügen“! Riera schießt gegen die Medien

Wird das Samstags-Duell der Eintracht gegen den HSV zum Schicksalsspiel für Eintracht-Trainer Albert Riera?

Frankfurt (01.05.26). Wird das Samstags-Duell der Eintracht gegen den HSV zum Schicksalsspiel für Eintracht-Trainer Albert Riera? Vor dem insgesamt 100. Bundesligaspiel der Frankfurter Eintracht gegen die Hanseaten (32 Siege/26 Remis/41 Niederlagen) gäbe es eigentlich viele spannende Fragen zur sportlichen Situation. Aktuell belegen die Hessen nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen SC Freiburg, Ligaplatz 7, der vielleicht in der kommenden Saison einen Startplatz für einen europäischen Wettbewerb sichern könnte.

Tacheles am „Tag der Arbeit“

Doch trotz dieses so wichtigen anstehenden Fernduells (Freiburg spielt zu Hause gegen Wolfsburg) erlebte der Presseraum des „Im Herzen von Europa“ gelegenen Eintracht-Proficamps am „Tag der Arbeit“ kein Fragen- und Antwortspiel über taktische Ausrichtungen, sportliche Analysen oder Aufbruchstimmung im Saisonendspurt. Ganz im Gegenteil!

Riera: „Ich bin hier nicht im Zirkus oder in einer Kneipe. Ich verlange Respekt. Foto: Moni Pfaff

Hoher Puls im „Herzen Europas“

Mitten im Herzen von Europa platzte dem von vielen Medienvertretern wegen mangelnder Kommunikationsfähigkeit kritisierten Eintracht-Chefcoach Albert Riera der Kragen. Als erneut ein angeblicher Vorfall zwischen Riera und seinem Spieler Burkardt (Vorwurf mangelnder Fitness des Spielers) angesprochen wurde, ging Rieras Puls viral.

Die Berichterstattungen über seine angeblich schlechten Kommunikationsfähigkeiten seien „totaler Bullshit“ und er akzeptiere keine Lügen. Man sei hier nicht im Zirkus oder in irgendeiner Kneipe.

„Ich bin keine Marionette!“ Foto: Moni Pfaff

„Viel Gift rund um das Gebäude“

„Rund um dieses Gebäude gibt es viel Gift. In diesem Gebäude aber nicht“, stellte Riera klar, dass er keinerlei Kommunikationsprobleme mit seinen Spielern habe, seine Tür für Spieler immer offen stehe und die Stimmung im Team „großartig“ sei. Eintracht Frankfurt sei ein „seriöser Verein“. Er selbst sei keine „Marionette“ und verlange Respekt.

„Die Fans verdienen die Wahrheit und keine Lügen!“ Foto: Moni Pfaff

„Keine Lügen verbreiten“

Einmal in Rage gekommen, forderte er die Journalisten auf „korrekte Informationen“ und „nicht irgendwelche Lügen“ zu verbreiten. „Die Fans verdienen die Wahrheit und diese ist, dass wir diese Woche eine tolle Atmosphäre im Training hatten und die Spieler 100% für den Verein geben!“

Kommt es im Bundesliga-Schlussspurt nochmals zu einem Torhütertausch zwischen Michael Zetterer (links) und Kaua Santos? Foto: Moni Pfaff

Bahoya & Santos im Kader

Vor dem Riera-Eklat informierte Eintracht-Pressesprecher Bartosz Niedzwiedzki, dass Flügelstürmer Bahoya gegen den HSV wieder im Kader stehen, während Rechtsaußen Doan Gelb-gesperrt fehlen wird. Riera bestätige am Ende, dass auch Torhüter Santos „on the list“ sei und „wie jeder andere Spieler“ eine Chance auf einen Einsatz habe.

Pfeift zum letzten Mal ein Bundesligaspiel im Waldstadion: Deutschlands aktuell bester Schiedsrichter Deniz Aytekin. Foto: Moni Pfaff

Bester Schiri pfeift das Spiel

Die Spielleitung dieses aus Sicht beider Teams so wichtigen Ligaspiels hat am Samstag Deutschlands wahrscheinlich bester Schiedsrichter Deniz Aytekin (47), der zuletzt am 29.März 2025 im Waldstadion aktiv war. Damals gewann die Eintracht mit 1:0 gegen den VfB Stuttgart. Wahrscheinlich wird das Match gegen den HSV Aytekins letzter Auftritt in Frankfurt sein, da der viel gelobte Referee zum Saisonende sein Karriere beenden wird.

Albert Riera hat sich mit seinem verbalen Rundumschlag gegen die Medien selbst unter extremen Erfolgsdruck gesetzt. Foto: Moni Pfaff

Ein Endspiel für Riera?

Mit seinem Wutausbruch und seiner Medienattacke hat Albert Riera vor dem so wichtigen Ligaspiel gegen den HSV die Messlatte für sich selbst extrem hochgelegt. Sollte seinem Team am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) gegen den HSV kein Heimsieg gelingen und seine Profis nicht wie von ihm prophezeit zu 100% performen, wäre seine Glaubwürdigkeit wohl final erschüttert. So gesehen könnte dieses 100. Traditionsduell zum persönlichen Endspiel für den extrovertierten Spanier werden.

Doppeltorschütze Keito Kumashiro (hier bei seinem Treffer gegen Fernwald) erzielte gegen Hanau einen Doppelpack zur vorzeitigen Meisterschaft und den Aufstieg der U21 in die Regionalliga Südwest. Foto: Moni Pfaff

U21 steigt vorzeitig in die Regionalliga auf

Vielleicht ist es ein gutes Omen in dieser aufgeheizten Profi-Situation, dass die U21 nach einem 4:0-Auswärtssieg gegen den 1.Hanauer FC vorzeitig als Hessenligameister in die Regionalliga Südwest aufgestiegen ist. Die Tore schossen Doumbia, Kumashiro (2x) und Hanashiro. Gratulation auch an Trainer Dennis Schmitt, dem als kurzzeitiger Nachfolger von Dino Toppmöller leider kein Erfolg bei den Profis glückte. jogo

Hier der Link zur hitzigen PK

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Kommentare anzeigen (2)
  1. Was für ein „Irrer“ Typ. Ok, er hat jetzt alles rausgehauen. Sei ihm gegönnt. Aber jetzt muss ein Sieg her, sonst ist er weg. Echt grass. Bin echt gespannt wer Recht hat. Die ewig kritischen Medien oder der „eitle“ Spanier.

  2. Im „Herzen von Europa“ droht langsam ein Herzinfarkt. Was für eine Pressekonferenz. Wenn Riera mit seiner heftigen Kritik richtig liegt, hauen wir den HSV weg. Dann bin ich auf die Pressereaktion gespannt. Falls nicht, hat Krösche ein Problem.

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