Hütter: „Das ist der richtige Platz für mich“

Trotz lukrativerer Angebote aus Europas Top-Ligen entschied sich Hütter zur Rückkehr nach Frankfurt.

Frankfurt (01.06.26). Adi Hütter hat sich heute im bis auf dem letzten Platz besetzten Pressekonferenzraum des ihm bislang unbekannten Eintracht-Proficamps mit einem emotionalen Auftritt im Eintracht-Cosmos zurückgemeldet. Er sei „berührt und „beeindruckt“ über die Entwicklung von Eintracht Frankfurt, seit er den Verein 2021 auf spektakuläre Art und Weise verlassen hatte. Nach intensiven Gesprächen mit Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche könne er jetzt sicher sagen: „Adi, das ist jetzt wieder der richtige Platz für Dich!“

Dank an Krösche und Hellmann

Hütter bedankte ich bei Markus Krösche und dem ebenfalls im Publikum sitzenden Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann für die „unglaublich guten Gespräche“ im Vorfeld und während der Vertragsverhandlung. „Sie haben mich davon überzeugt, dass ich hierhergehöre und ich hier noch nicht fertig bin!“

Trotz vorliegender, lukrativerer Angebote aus europäischen Topligen, entschied sich Hütter zur Rückkehr nach Frankfurt. Foto: Moni Pfaff

Auf lukrativere Angebote aus europäischen Top-Ligen verzichtet

Die ersten konkreten Gespräche zwischen Krösche und Hütter hätten kurz nach der Saison auf Mallorca stattgefunden. Diese seien derart positiv verlaufen, dass Hütter ihm damals vorliegende lukrativere Angebote aus europäischen Top-Ligen ausgeschlagen habe.

Das Interesse der Eintracht an ihm habe ihn „emotional gepackt“ und es sei ihm dann relativ schnell klar geworden, wo er hingehen möchte, nämlich für die nächsten drei Jahre (Vertragsdauer bis Juni 2029) zurück zu Eintracht Frankfurt.

„Wie sich der Verein entwickelt hat, ist beeindruckend!“ Foto: Moni Pfaff

Beeindruckt vom Fortschritt

Immer wieder betonte Adi Hütter, dass er vom Fortschritt des Vereins (Europa League-Sieg, zweimalige Qualifikation für die Champions League) nach seinem Weggang „beeindruckt“ ist und lobte dabei mehrfach die zurückliegende Arbeit von Markus Krösche, mit dem er nun erstmals zusammenarbeiten kann. „Das es hier auch mit Markus, der schon fünf Jahre hier tätig ist, eine Konstante gibt war für mich auch ausschlaggebend den Weg hierher wieder zurückzugehen.“

Erstmalige Zusammenarbeit. Eintracht Sportvorstand Markus Krösche (links) und der Trainer-Rückkehrer Adi Hütter. Foto: Moni Pfaff

„Habe mich weiterentwickelt“

Als Trainer habe er sich in den Jahren nach seinem Abschied aus Frankfurt weiterentwickelt. Über „seine“ frühere Frankfurter „Büffelherde“ möchte er nicht mehr reden.

In Monaco hat Hütter eine sehr junge Mannschaft trainiert. Er möchte auch zukünftig junge talentierte Spieler weiterentwickeln. Es gäbe auch in Frankfurt junge talentierte Spieler aus dem eigenen Nachwuchs (z.B. Nico Ilicevic) die in das Profiteam eingebaut werden können. Ziel sei es für ihn eine Kadermischung aus jungen hungrigen Spielern und erfahrenen, die „auch hungrig sein müssen“.

Durch „harte Arbeit“ will Hütter eine begeisternde, erfolgreich Fußball spielenden Eintracht-Mannschaft formieren. Foto: Moni Pfaff

Wir müssen hart arbeiten

Als Basis für guten Fußball müssen man zu Allererst mit „Brachialgewalt“ das eigene Tor verteidigen. Die „klare Identität“ seiner Mannschaft müsse die „Intensivität“ auf dem Platz sein. Dafür müsse nun ein „guter Kader“ zusammengestellt werden mit dem Hütter dann „hart arbeiten“ will. Mit seiner Erfahrung will er die Spieler dazu bringen auf möglichst optimaler Position die bestmögliche Leistung zu zeigen. „Am Ende des Tages möchte ich eine Mannschaft auf dem Platz sehen, die begeisternden, proaktiven und erfolgreichen Fußball spielt“, erklärte Hütter energischer Stimme.

Adi Hütter hat keine Angst vor dem ewigen „Eintracht-Fluch“ der zur launischen Diva zurückkehrenden Trainer. Foto: Moni Pfaff

Den „ewigen Fluch“ brechen

Von EINTRACHTintim angesprochen auf den schon fast unheimlichen Fluch, der auf den bislang zur Eintracht zurückgekehrten Trainern lastet, die angefangen von Oswald, über Weise, Stepanovic, Rausch, Berger bis Veh unisono bei ihrer zweiten Amtszeit eine deutlich schlechtere Performance als bei ihrem ersten Engagement zeigten, antworte Hütter: „Das wäre für mich persönlich ein großes Ziel diesen Fluch zu brechen“. Wäre ihm diese Statistik vor seiner Vertragsunterschrift bekannt gewesen, hätte sie ihn allerdings auch nicht davon abgehalten wieder zur Eintracht zurückzukehren, wozu er einfach „richtig Bock“ habe.

Flexibler Kaderplanungstermin

Angesprochen auf den Zeitpunkt, an dem Hütter seinen neuen Spielerkader zusammengestellt haben möchte, legte er sich nicht fest. Man wünsche sich als Trainer natürlich eine möglichst schnelle Zusammenstellung, doch er selbst wolle da keinen Druck auf Markus Krösche ausüben. Krösche und Hütter hielten sich zu diesem Thema in der Pressekonferenz bedeckt und verkündeten keinerlei Personalien. Durch die WM gäbe es zudem keinen klassischen Startpunkt einer Vorbereitung.
 

Ehrliches öffentliches Eingeständnis von eigenen Fehlern und „Schwachsinn“. Adi Hütter entschuldigtre sich glaubhaft bei den Eintracht-Fans. Foto: Moni Pfaff

Adi Hütter entschuldigt sich glaubwürdig bei den Eintracht-Fans

Zum Schluss der Pressekonferenz nutzte Adi Hütter die Gelegenheit zu erklären, dass die Art und Weise seiner Trennung 2021 (wechselte trotz vorheriger Zusage in Frankfurt zu bleiben, kurzfristig zu Borussia Mönchengladbach) falsch gewesen sei und er das heute „völlig anders lösen“ würde.

An die Eintracht-Fans gewandt gab Hütter zu, dass ihm damals „ein großer Fehler unterlaufen“ sei. Speziell seine Aussage „es ändert sich nur eine Farbe“ sei „Schwachsinn“ gewesen. „Das kann man so nicht machen. Dafür möchte ich mich entschuldigen.“ jogo

Nachstehender Link führt zur kompletten Aufzeichnung der heutigen Pressekonferenz mit Adi Hütter und Markus Krösche in der auch erstmals die Gesichter der fragenden Journalisten zu sehen sind.

https://tv.eintracht.de/video/pressekonferenz-mit-adi-huetter-177743?utm_source=google_organic

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Kommentare anzeigen (1)
  1. Guten Morgen.
    Ich habe mir auch die PK angesehen und spürte eine gewisse Aufgeregtheit bei Adi Hütter. Aber die Aufgeschlossenheit,oft auch Herzlichkeit, die Ihm seitens des journalistischem Auditoriums entgegen gebracht wurde, machte es Adi Hütter leicht. Wohlwohlende Fragestellungen gepaart mit einer gewissen Vertrautheit konnte man spüren. Was mich besonders beeindruckte war die Tatsache, wie oft und wie tief die Gespräche zwischen Markus Krösche und Adi Hütter stattfanden. Für beide ist das jetzt eine (letzte) Chance. Krösche will und muss seine Reputation bei den sogenannten Experten schützen, Adi Hütter wiederum will mit den Fans seinen Frieden schließen und in der „alten“ sportlichen Heimat den Bock des „Heimkehrer-Fluchs“ besiegen. Möge es beiden gelingen.

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