In 13 Spielen von Rang 8 noch nach Europa?

Das Team hört auf ihn. Zwar gab´s beim Riera-Auftakt in Berlin nur ein Remis, aber einen kompakten Auftritt und kluge taktische Umstellungen im Spielverlauf. Foto: Victor van der Saar

Frankfurt (12.02.2026). Nach dem unglücklich, weil durch einen individuellen Fehler von Hojlund (verursachte kurz vor Spielschluss einen Strafstoß) zustande gekommenen 1:1 beim Tabellennachbarn Union Berlin (25 Punkte) startet die Frankfurter Eintracht am kommenden Samstag im eigenen Stadion (Anstoß: 15.30 Uhr) von Platz 8 aus, die von Sportvorstand Markus Krösche vorgegebene Aufholjagd auf die für europäische Wettbewerbe qualifizierenden Tabellenplätze.

Bereits morgen wird der neue Cheftrainer Albert Riera auf der um 15 Uhr geplanten Pressekonferenz seine Pläne für das kommende Heimspiel gegen das seit fünf Spieltagen sieglose (2 Niederlagen/3 Unentschieden) Team von Borussia Mönchengladbach vorstellen. EINTRACHTintim wird vor Ort dabei sein, darüber berichten und auch die gesamt PK wieder auf dieser Seite verlinken.

Aktuell ist die kommende Champions-League-Saison für Eintracht Frankfurt 11 Punkte entfernt, Der Rückstand auf Platz 6 beträgt ebenfalls schon 9 Zähler. Collage-Foto: Moni Pfaff

Mit dem Fernglas nach Europa

Aktuell erscheint das Ziel, in der kommenden Saison wieder an einem Europapokalwettbewerb teilnehmen zu können, extrem sportlich. Der normalerweise für die Champions-League-Teilnahme  berechtigende Rang 4 (RB Leipzig/39 Punkte) ist 11 Punkte entfernt, Rang 6 (Bayer Leverkusen/36 plus Nachholspiel am 3. März) aktuell 9. Der Tabellensiebte SC Freiburg, liegt mit 30 Punkten unmittelbar vor der Eintracht auf Platz 7. Bildlich gesprochen beobachtet Neu-Trainer Riera Fußball-Europa aktuell mit dem Fernglas.

Was ist in 13 Spielen möglich?

Faktisch stehen noch 13 Bundesligaspieltage an. Eintracht Frankfurt trifft dabei zu Hause auf Gladbach, Freiburg, Heidenheim, Köln, Leipzig, Hamburg, und Stuttgart. Auswärts treten die „Adler“ beim FC Bayern München und FC St. Pauli, sowie in Mainz, Wolfsburg, Augsburg und Dortmund an.

Aufgrund der aktuellen Tabellensituation spielt man also noch gegen vier Teams der aktuellen „Top-5“ und 5 Mannschaften, die bis zum Saisonende um den Klassenerhalt kämpfen, was den sportlichen Vergleich nicht leichter macht.

Reicht Rang 8 für Europa?

Normalerweise qualifizieren sich am Ende der Saison die ersten 4 Teams für die Champions-League, der Tabellenfünfte und der DFB-Pokalsieger spielen in der Europa-League, und der Bundesliga-Sechste nimmt an der Conference-League teil.

Im DFB-Halbfinale stehen mit Bayern München, dem VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und dem SC Freiburg alles Teams, die aktuell auf den ersten 7 Ligaplätzen stehen. Wird einer dieser Clubs Pokalsieger und qualifiziert sich in der Liga für einen europäischen Wettbewerb, spielt in der kommenden Saison auch der Tabellensechste in der Euro-League und der Siebte in der Conference-League. Platz 7 könnte nur dann für die Europa-League reichen, sollte Deutschland in dieser Saison hinter den enteilten Engländern zweitbeste Champions-League-Nation werden und dafür mit einem 5. CL-Startplatz belohnt werden. Platz 8 würde in diesem Fall zur Teilnahme an der Conference-League reichen.

Nathaniel Brown spielte zum Ende des Spiels gegen Union Berlin erstmals im zentralen Mittelfeld und schoss sofort ein Traumtor zur 1:0-Führung. Foto: Victor van der Saar

Welche Erkenntnisse zieht Riera?

Ein Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach ist für Albert Riera und sein im Jahr 2026 national und international bislang noch siegloses Team (8 Spiele/3 Remis/5 Niederlagen) also absolute Pflicht.

Gegen Union Berlin präsentierten sich die Adler-Träger von Beginn an konzentriert, wirkten wieder kompakter als unter Ex-Coach Toppmöller und Interims-Trainer Schmitt. Letzterer holte in seiner kurzen Amtszeit keinen einzigen Punkt.

Kluge taktische Wechsel

Als Riera nach der Auswechslung des einmal mehr unauffällig spielenden Götze, den aktuell wohl formstärksten Eintracht-Profi, Nathaniel Brown, neben dem eingewechselten Dahoud ins Mittelfeld beorderte, und dieser mit einem satten Volleyschuss in der 84. Spielminute das Führungstor erzielte schien der erste Sieg unter Riera perfekt und der 2026-Fluch beendet. Doch leider foulte Hojlund nur eine Minute später Khedira plump im Strafraum und Kaua Santos ließ den von Union-Sportvorstand Horst Heldt als „lepsch“ bezeichneten Kullerstrafstoß von Querfeld unter seinem Körper hindurch über die Linie rutschen.

Kalimuendo könnte gegen Borussia Mönchengladbach mit dem wiedergenesenen Burkhardt einen neuen Sturmpartner erhalten. Foto: Victor van der Saar

Theate fällt aus – Burkhardt zurück

Ob die von Riera in der Schlussviertelstunde getroffenen taktischen und personellen Wechsel auch am Samstag gegen Mönchengladbach zur Anwendung kommen, erscheint durch die Verletzung des linken Verteidigers Theate wieder fraglich. Vermutlich wird Brown deshalb erneut hinten links starten und somit dem Eintracht-Mittelfeld die notwendigen spielerischen Impulse fehlen. Natürlich wäre aber auch Collins ein möglicher Ersatz für Theate.

Nach langer Verletzung wieder im Kader stehen wird der immer noch beste Eintracht-Torschütze „Jonny“ Burkardt (8 Treffer), was Albert Riera noch mehr offensive Alternativen schafft. Doch wichtig wird auch sein, dass es wieder gelingt, die Bälle aus einem kompakten Mittelfeld zügig und gezielt in die Angriffszone zu transportieren.

Ganz hinten dürfte wohl erneut die Diskussion über einen Torwartwechsel aufkommen, da Kaua Santos zuletzt wenig souverän aufgetreten ist und Neu-Coach Riera in der Vergangenheit auf der Torhüterposition oftmals spontan wechselte. jogo

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