Frankfurt (03.02.2026). Jetzt ist er da, der neue wortgewaltige Chef-Trainer von Eintracht Frankfurt. Im Rahmen einer ungewöhnlich langen und sehr gut besuchten Pressekonferenz beantwortete Albert Riera, der von Spielern und Journalisten gerne als „Coach“ angesprochen werden möchte, vielfältigste Fragen und machte überdeutlich, dass er das totale Gegenteil des stets besonnenen aber zuletzt nur noch selten autoritär und souverän wirkenden Vorgängers Dino Toppmöller ist. Die gesamte Pressekonferenz können unsere Leserinnen und Leser am Ende des Textes über den YouTube-Link abrufen. Hier einige „Zitat-Highlights“ des neuen „Coaches“.
Klare Ansagen an die Spieler
„I am no dictator … but I am making the rules!”, stellte Riera klar, was seine Spieler zukünftig erwartet. Fehler machen sei nicht das Problem, aber seine Spieler müssten im Falle von Fehlern sofort nach einer Option zur Lösung des Problems suchen. „Wenn wir einen Ball verlieren, was machen wir dann?“, präzisierte der ehemalige spanische Nationalspieler seine Erwartung, so wie sich der ehemalige Linksaußen früher selbst über nicht erreichte oder angekommene Pässe geärgert und sofort hinterfragt hat. Seine Spieler bekämen auch diesbezüglich klare Ansagen.

„Ich kann das Gehirn sein“
Für den sportlichen Erfolg seien in erster Linie die Spieler auf dem Platz verantwortlich. „But I can be the brain“ (aber ich kann das Gehirn sein), stellte der am 15. April 1982 im Sternzeichen Widder geborene Riera klar. Fußball sei eine wunderbare Show, bei der er seinen Spielern manchmal „rosarote Brillen“ aufsetzt, sie stark redet, um ihr Selbstvertrauen zu steigern.

„In zwei Wochen weiß ich mehr“
Riera sei bewusst, dass er in Frankfurt hohe Erwartungen erfüllen muss. Über Saisonziele wollte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht reden. In frühestens zwei Wochen könne man darüber gezielt sprechen. Bis dahin sei er nicht auf Ergebnisse fokussiert, sondern auf die Art und Weise wie sein Team Fußball spielt. „Nicht das „Was“ sei wichtig, sonders das „Wie“. Und nach seinem Willen soll dies offensiver, mutiger Fußball sein, mit dem man den jeweiligen Gegner zu Fehlern zwingt. Er hofft dabei, dass bereits in den nächsten Spielen ein anderer Style und eine andere Mentalität zu sehen sein wird. Ob die von ihm zitierten eigenen „Schmetterlinge im Bauch“ dabei auch seinen Spielern Flügel verleihen sollen, ließ er offen.
Rückpässe sind ihm zuwider
Was Riera gar nicht gefällt, sind taktische Rückpässe, speziell zum Torhüter, denn ein Torhüter könne als Feldspieler grundsätzlich keine Scorerpunkte beitragen. Vom ihm gecoachte Teams sollen „every single moment“ (jeden einzigen Moment) motiviert ihren Job ausführen und viele Chancen kreieren. Dabei sei „to play back“ keine gute Option. „Ich mag es nicht mit dem Torhüter zu spielen, denn es geht darum den freien Feldspieler zu finden, der das Spiel verändern kann.“

Keine Neuverpflichtungen
In Absprache mit dem ebenfalls bei der PK anwesenden Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche, zu dem Riera seit mehr als 2 Jahren regelmäßigen Kontakt pflegt, wurde bewusst vereinbart, dass in dieser Wintertransferperiode kein neuer Spieler verpflichtet wird, weil Krösche, wie Riera, mit dem aktuellen Kader „sehr zufrieden“ ist. Es gelte nun zunächst den Teamgeist zu stärken und das verloren gegangene Selbstvertrauen der Eintracht-Profis zu stärken, um bereits am kommenden Freitagabend bei dem „aggressiven“ Team von Union Berlin bestehen zu können.
„Wenn ich vom Balkon springe…“
Mehr emotionale Zitate, Vergleiche und auch Rieras Überzeugung, dass ihm seine Spieler bei einem Sprung vom Balkon bedingungslos folgen würden, können Sie durch Klick auf den nachfolgenden Link selbst erforschen.
Mit Albert Riera wird sich ohne Zweifel bei der Frankfurter Eintracht etwas ändern. jogo



