Blicken zufrieden nach vorn: Nach dem 3:1-Pflichtsieg über den Tabellenletzten Holstein Kiel reisen Eintracht-Trainer Toppmöller, Keeper Trapp und sein in 2025 noch ungeschlagenes Team hoffnungsvoll zum Duell gegen Tabellenführer FC Bayern München. Fotos: Moni Pfaff
Frankfurt/München. Die Mitgliederzahl von Eintracht Frankfurt ist auf 150.000 gestiegen, davon sind mehr als 15.000 in den ca. 50 Sportarten umfassenden Abteilungen aktiv tätig.
Größter weltweiter Mehrspartensportverein
Deutschlandweit wächst der Verein Eintracht Frankfurt aktuell am stärksten und darf sich zudem weiterhin als weltweit größter Mehrspartenverein aller Clubs mit einer Profi-Fußballmannschaft bezeichnen. Seit dem Jahr 2000 ist die Mitgliederzahl von weniger als 2000 auf 150.000 gestiegen. Damit belegt Eintracht Frankfurt in der deutschen Fußballvereinsrangliste hinter dem weltweiten Marktführer FC Bayern München (ca. 382.000 Mitglieder), Borussia Dortmund (ca. 220.000) und dem FC Schalke 04 (ca. 190.000) Rang 4.

Champions-League-Hoffnung
Auf einem Champions-League-Platz steht die Profi-Mannschaft der Frankfurter Eintracht derzeit auch im harten Liga-Geschäft. Mit 42 Punkten belegt das Team von Chefcoach Dino Toppmöller aktuell Rang 3 und kann diesen Platz bei 5 Punkten Vorsprung auf Verfolger Leipzig am kommenden Spieltag nicht verlieren. Lediglich Vizemeister Bayern München (55 Punkte) und Meister Leverkusen (47) stehen aktuell sportlich besser dar. „Wir haben noch mehr im Tank“, blickte Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann vor dem kommenden Auswärtsspiel beim Klassenprimus Bayern München (Sonntag, 23.02./17.30 Uhr) positiv in die sportliche Zukunft.

Auswärtsbilanz macht Hoffnung
Tatsächlich macht die jüngste 5-Jahres-Auswärtsbilanz der Eintracht gegen den Rekordmeister den Eintracht-Fans Hoffnung. Seit dem 24.10.2020 hat Eintracht Frankfurt in München nur einmal verloren, in der vergangenen Saison vom Spielverlauf her eher unglücklich mit 1:2. Zuvor gewannen die Hessen am 3.Oktober 2021 mit 2:1, am 26.Februar 2022 mit 1:0 und trennten sich am 28.März 2023 mit 1:1. Zudem gewann man zu Hause im Dezember 2023 mit 5:1 und spielte zuletzt in dieser Saison-Vorrunde 3:3 Unentschieden. Drei Siege, 2 Remis und 3 Niederlagen in den letzten 8 Spielen ist eine durchaus bemerkenswerte Bilanz.
2025 noch unbesiegt
Nach dem Abgang des Top-Stürmers Omar Marmoush zu Manchester City, und darauffolgenden etwas enttäuschenden Punkteteilungen gegen Hoffenheim, Wolfsburg und Mönchenglach gelang der in der Bundesliga 2025 noch unbesiegten Eintracht gegen Tabellenschlusslicht Holstein Kiel am vergangenen Sonntag ein verdienter 3:1-Heimerfolg der Marke „Pflichtsieg“ (Tore: Larsson, Uzun, Tuta). Endlich war das Toppmöller-Team gegen den Underdog aus Kiel von Beginn an aggressiv und konzentriert bei der Sache, um nach der 3:0-Führung einen Gang zurückzuschalten. Folgerichtig fiel in der 73. Spielminute das vermeidbare 3:1 durch Porath. Zudem verschoss Ekitké in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit einen Strafstoß. Axel Hellmann hat also Recht, wenn er davon spricht, dass man „noch mehr im Tank“ habe.

Das Aufstellungs-Geheimnis
Wen Dino Toppmöller am kommenden Sonntag in die Startelf stellt, dürfte spannend werden, zumal Abwehrchef Koch wieder im Kader steht und eine Stammplatzgarantie besitzt. Im Sturm dürfte auch Ekitiké gesetzt sein, neben dem als Sturmpartner Uzun und die beiden Neuzugänge Batshuayi und Wahi auf ihre Chance warten.
Beim 1:2 im vergangenen Jahr in München fehlte der Eintracht nach dem 1:1-Ausgleich durch Ekitiké der Mut gegen etwas müde wirkende Bayern. Beim 3:3-Vorrunden-Remis setzte Toppmöller erfolgreich auf extreme Defensive und schnelle Konter durch Ekitiké und Marmoush, der leider am kommenden Sonntag keine Option mehr ist.
Was lässt sich Dino Toppmöller diesmal einfallen um die am vergangenen Dienstagabend bis in die Nachspielzeit gegen Celtic Glasgow (Endstand 1:1/Hinspiel: 2:1) um den Verbleib in der Champions League zitternden Bayern-Stars vor Probleme zu stellen? Dass die Gastgeber am Sonntagabend mutmaßlich auf den verletzten Stürmerstar Harry Kane verzichten müssen, und der Vizemeister zuletzt sowohl in Leverkusen als auch gegen Glasgow formschwach wirkte, könnte den mit hoffentlich „vollem Tank“ aufspielenden „Adlern“ in die Karten spielen. Jochen Golle



