In der Champions-League!

Krösche: „Mannschaft soll zusammenwachsen“

Eintracht-Jubel über das Erreichen der Champions-League nach Spielschluss in Freiburg. Sportvorstand Krösche (re.) hat großen Anteil an diesem Erfolg. Fotos: Victor von der Saar (li.) / Moni Pfaff (re.)

Frankfurt. Der Samstag, 17.Mai 2025, geht in die Geschichte des am 8.März 1899 gegründeten Frankfurter (Fußball-) Vereins ein. Ein Jahr nach dem 125. Jubiläum gelang durch einen 3:1-Auswärtssieg beim Mitkonkurrenten SC Freiburg (Tore: Knauff, Kristensen und Skhiri) erstmals in der Geschichte der Fußballbundesliga die direkte Qualifikation für die Champions-League, der europäischen Königsklasse im Fußball.

Markus Krösche bleibt an Bord

Neben der Leistung des in dieser Saison spürbar „erwachsener“ gewordenen Trainers Dino Toppmöller und der an vielen Spieltagen jüngsten Bundesliga-Mannschaft, besitzt Sportvorstand Markus Krösche einen großen Anteil dieser seit seinem Amtsantritt im Jahr 2021 positiven Entwicklung der Profimannschaft. Krösche gilt als das Gehirn einer funktionierenden Profi-Club-Struktur. Seine auf Wertsteigerungen ausgerichtete Transferpolitik ist in den vergangenen Jahren voll aufgegangen. „In der Saison abschließenden Pressekonferenz am 22. Mai 2025 betonte Krösche seine Freude an seiner Arbeit, die er – trotz kolportierter anderer Angebote – auch gerne weiterführen möchte. „Die Faktenlage ist klar, ich habe einen Vertrag bis 2028. Für mich stellt sich die Frage nach einem Wechsel nicht“, konstatierte er unzweifelhaft.

Was wird aus Ekitiké und Koch?

Die Teilnahme an der Champions League, und damit verbundenen Mehreinnahmen hält Krösche für keinen Grund seine bislang erfolgreiche Transferpolitik oder Gehaltsstrukturen zu ändern. „Wir müssen auch weiterhin Transfererlöse erzielen, stellt der Sportvorstand klar. Allerdings soll es in der kommenden Saison keinen „Umbau“ geben, sondern das Team auf dem neuen sportlichen Level zusammenwachsen. Mit Torjäger Ekitiké und Abwehrchef Koch stehen Meldungen zufolge aktuell zwei Eintracht-Stars im Fokus anderer Clubs. Markus Krösche schloss in seinem Statement mögliche Wechsel dieser beiden Topspieler grundsätzlich nicht aus, machte aber klar, dass es in diesem Transferfenster keine „Last-Minute-Wechsel“ geben soll. Dies deutet daraufhin, dass sowohl ein Verbleib von Koch (Krösche: Wir wollen mit ihm verlängern“) als auch weitere Eintracht-Tore von Ekitiké („Er soll sich bei uns weiterentwickeln“) in der kommenden Saison durchaus möglich sind, ein konkreter „Plan B“ für den Fall finanziell attraktiver Transferangebote aber bereits in Krösches Schublade liegt.

Spielt Ritsu Doan (li. im Januar-Duell gegen Larsson) in der kommenden Saison in Frankfurt? Was verrät uns der Gesichtsausdruck von Sportvorstand Krösche? Fotos: Moni Pfaff

Kommt Freiburgs Topstürmer Doan?

Auf die Frage des SJF-Journals, ob Eintracht Interesse an Freiburgs 26-jährigem Torjäger (10 Tore, 7 Assists) Ritsu Doan habe, antworte Krösche ausweichend mit „das wird man sehen“. Die Art und Weise, wie er den auch bei anderen Clubs begehrten Noch-Freiburger u.a. als „interessanten Spieler, der eine hohe Qualität und sehr gute Mentalität hat, und „der gegen uns immer getroffen hat“ beschrieb, lässt aber die Schlussfolgerung zu, dass Doan in der kommenden Saison wahrscheinlich im Frankfurter Kader stehen wird. Auch Freiburgs Neuverpflichtung Yuito Suzuki (Bröndby IF), der bereits öffentlich als Doan-Nachfolger beschrieben wird, ist ein weiterer Hinweis, dass Doan den Breisgau definitiv verlassen wird und der Wechsel nach Frankfurt lediglich noch eine monetäre Angelegenheit sein könnte.

Routinier Rasmus Kristensen erzielte in Freiburg den vorentscheidenden 2:1-Führungstreffer. Auch zukünftig sollen einzelne erfahrene Spieler, wie Kristensen und Koch (re.) den Eintracht-Kader verstärken. Fotos: Victor van der Saar

„Wollen keine Champions League-Touristen sein!“

Grundsätzlich möchte Markus Krösche in der kommenden Saison auf das vorhanden Spielmaterial aufbauen und den Kader nur punktuell verändern. Dabei soll der Fokus einzelner Neuzugänge keinesfalls nur auf jungen Talenten liegen, sondern – wie die positiven Beispiele von Kristensen, Koch und Theate zeigen – durchaus auch auf erfahrenen Profis. Die Herausforderung Champions League will man in Frankfurt ehrgeizig angehen und keinesfalls als „Champions League-Touristen“. Ziel sei das Erreichen des Achtelfinales und damit die KO-Runde. Dies sei – so Krösche – im neunen Modus der Königsklasse etwas schwieriger und deshalb keinesfalls ein „Muss“.

Die neue Fußball-Saison beginnt für die Eintracht mit Leistungstests am 7. August 2025. Das erste Freundschaftsspiel findet allerdings bereits am 19.Juli 2025 gegen den FSV Frankfurt statt. Jochen Golle

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