Schock-Comeback der „Launischen Diva“

Welche Schlüsse zieht Eintracht-Trainer Toppmöller nach der 0:3-Pleite gegen Bergamo? Foto: Moni Pfaff

Frankfurt (27.11.25). Dem Ende der „Horrorserie“ von Köln am Rhein (siehe Bericht vom 22.November) folgte ein „Schock-Comeback“ der „Launischen Diva“ vom Main. Zwischen der 59. und 65. Spielminute verlor Eintracht Frankfurt zunächst ihren Top-Torjäger Burkhardt durch einer Wadenverletzung (59. Spielminute), kassierte binnen 5 Minuten drei krasse Tore und verlor ein weiteres Spiel in der Champions-League. Das Zustandekommen dieser 0:3-Niederlage gegen Atalanta Bergamo, den 13. der italienischen Serie A, der zuvor 8 Ligaspiele dieser Saison nicht gewinnen konnte war vom Spielverlauf her der sportliche Tiefpunkt dieser Spielzeit und wirft viele Fragen auf. 

Das 0:3 durch de Ketelare (Nr. 17 ) war der Schlusspunkt einer unerklärlich schwachen Eintracht-Gegenwehr. Foto: Moni Pfaff

Runter auf Tabellenplatz 28

Diese dritte Champions-League-Pleite gegen das auf Rang 10 hochgerückte Atalanta-Team wirft die Eintracht mit nur 4 Punkten aus 5 Partien auf Platz 28 zurück. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen beim FC Barcelona (Platz 18/7 Punkte), bei Qarabag Agdam (19/7) und nur noch einem Heimspiel gegen die Tottenham Hotspurs (16/8) dürfte es beim Blick auf die namhafte Konkurrenz in diesem Tabellenbereich schwer werden Platz 24 und die damit verbundene Qualifikation für die Play-Offs zu erreichen.

Schockmoment in der 59. Spielminute. Top-Torjäger Burkhardt muss verletzt vom Feld und fällt bis Ende des Jahres aus. Foto: Moni Pfaff

Burkhardt fällt bis 2026 aus

Erschwerend kommt hinzu, dass Eintrachts Top-Torjäger Burkhardt mit einer Wadenverletzung bis Ende des Jahres ausfällt und damit zumindest die Spiele gegen Wolfsburg (30.11.), Leipzig (06.12), Barcelona (09.12.), Augsburg (13.12.) und den HSV (20.12) verpassen wird. Ob er beim „Neujahrsknaller“ am 9. Januar 2026 gegen Borussia Dortmund wieder auf Torejagd gehen kann, ist zudem fraglich. Der Blick auf seine potenziellen Vertreter, den mit einigen Pfiffen bei seiner Einwechslung gegen Bergamo empfangenen Wahi, und den angeblich zum Verkauf stehenden Batshuayi stimmen Eintracht-Fans wenig optimistisch.

Das große Mittelfeldproblem

Die gegen Atalanta kassierten Gegentore machten zudem deutlich, dass das größte Problem der Eintracht-Profis derzeit im Mittelfeld liegt und wie unverzichtbar der aktuell noch verletzte Can Uzun ist. Götze (Ballverlust vor dem 0:1) spielt zwar immer noch ab und zu einen genialen Steckpass, ist aber de facto nicht mehr der Chef im zentralen Mittelfeld. Chaibis Leistungen sind zu schwankend, ein Führungsspieler ist er ebenfalls nicht. Skhiri ist seit Saisonbeginn nicht mehr wiederzuerkennen, wirkt zu langsam und ideenlos. Bleiben der lange als Bankdrücker agierende Dahoud und der zuletzt verletzte Larsson. Viel zu wenig, um in der Bundesligaspitze und der Königsklasse mithalten zu können.

Drei Gegentore in 5 Minuten: Eintracht-Kapitän Robin Koch (2.v.r.) bezeichnete dieses Verhalten als „Dummheit“. Foto: Moni Pfaff

Koch spricht von „Dummheit“

Auch wenn Eintracht-Kapitän Koch nach der Niederlage gegen Atalanta seinem Team offen und ehrlich „Dummheit“ bei den Gegentoren attestierte und Trainer Toppmöller erstmals Spieler namentlich kritisierte, scheint es aktuell innerhalb des Eintracht-Kaders auch stimmungsmäßig nicht zu funktionieren. Über das „Warum?“ kann nur spekuliert werden.

Krösche: „Frage der Qualität“

Fakt ist aber, dass der aktuelle Kader die Ausfälle der Unterschiedsspieler Uzun und Burkardt aktuell wohl nicht kompensieren kann, viele Spieler weit unter Form agieren und das Team nach Gegentoren oftmals zusammenbricht. Sportvorstand Krösche sprach nach der 0:3-Pleite von „einer Frage der Qualität“. Die schwierige Problemlösung liegt nun in den Händen von Dino Toppmöller.

Atalanta-Blaupause Wolfsburg

Bereits am kommenden Sonntag gastiert mit dem VfL Wolfsburg quasi die Blaupause von Atalanta Bergamo im Waldstadion (Anstoß: 17.30 Uhr). Der Autostadt-Club liegt nach 8 Pflichtspielniederlagen mit nur 8 Punkten auf Rang 15 der Tabelle und hat – wie Bergamo – erst vor kurzem seinen Trainer entlassen. Zuletzt gab es unter Interimstrainer Daniel Bauer eine 1:3-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen. Gelingt der Eintracht gegen den zweiten angeschlagenen Gegner binnen einer Woche wieder kein Sieg, dürfte sich das Stadion am Sonntag – ähnlich wie am Mittwoch – wieder schlagartig leeren und Dino Toppmöller wird noch mehr unangenehme Fragen nach dem „Warum“ beantworten müssen. jogo

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  1. Das 0:3 von Eintracht Frankfurt gegen Atalanta Bergamo war mehr als nur eine Niederlage – es war ein klares Signal, dass es in der Mannschaft und im Trainerteam massive Probleme gibt. Die Eintracht zeigte erneut ein Spiel ohne erkennbare Struktur. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen stimmten nicht, die Defensive war unorganisiert, und im Angriff fehlten Tempo, Ideen und Entschlossenheit.

    Besonders alarmierend war die Körpersprache: Kein Aufbäumen, kein Mut, kein Feuer. Es wirkte, als hätte das Team schon vorzeitig aufgegeben. Genau hier trägt Trainer Dino Toppmöller eine große Verantwortung. Seit Monaten schafft er es nicht, eine klare Spielidee zu vermitteln oder die Mannschaft emotional mitzunehmen. Die Entwicklung stagniert – und in Spielen wie diesem fällt sie sogar deutlich zurück.

    Toppmöller wirkt ratlos, seine Wechsel sind oft wirkungslos, und die Mannschaft zeigt unter ihm keine sichtbare Fortschritte. Wenn sich die Eintracht sportlich stabilisieren will, könnte (müsste ) ein Trainerwechsel unumgänglich sein.

    So kann es nicht weitergehen !!!!

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