Horrorserie beendet 4:3! Spektakel is back!

Gratulationen an „Doppelpacker“ Jonny Burkhardt, nach seinem zweiten Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 in Köln. Foto: Jan Hübner

Köln (22.11.25). Der „Catenaccio“ war gestern, das von vielen Eintracht-Fans gewünschte „Spektakel“ ist wieder zurück. In einem äußerst unterhaltsamen Bundesligaspiel besiegte Eintracht Frankfurt den 1.FC Köln nach souveräner 4:1-Führung am Ende etwas glücklich aber verdient mit 4:3, rückte auf Tabellenrang 6 vor und beendete eine seit 2017 bestehende „Horrorserie“ siegloser Auswärtsspiele in der Domstadt.

Mit seinem ersten Ligatreffer in dieser Saison zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung, drehte Mo Dahoud das Spiel in Köln kurz vor dem Halbzeitpfiff. Foto: Jan Hübner

Blitzrückstand gedreht

Dabei erwischten die Gastgeber in Person von Kaminski die Eintracht-Abwehr im wahrsten Sinne des Wortes auf dem falschen Fuß, als sich Eintracht-Keeper Zetterer in der 4. Spielminute beim Herauslaufen verschätzte und Kölns Kaminski plötzlich nur noch ins leere Tor einschieben musste. Eine angebliche Abseitsstellung wurde vom VAR korrigiert. Es spricht für die Moral im Eintracht-Kader, der sich von diesem Blitzrückstand nicht schocken ließ und kurz vor der Halbzeit das Spiel drehte. Zunächst köpfte Theate eine Eckballhereingabe zum Ausgleich ins Kölner Tor (39. Minute), ehe Dahoud in der 6. Minute der Verlängerung per Nachschuss zur 2:1-Pausenführung abstaubte.

Blick zurück in Freude: Burkhardt trifft mit seinem ersten Treffer der Partie zum 3:1. Foto: Jan Hübner

Burkhardts Doppelpack

Als Eintrachts Top-Torjäger Burkhardt in der 60. und 63. Minute einen Doppelpack schnürte, schien das Spiel entschieden. Zu dominant agierten die Hessen, während die Gastgeber mutlos wirkten. Doch dieses Rollenspiel sollte sich zum Ende eines furiosen Matches ändern, nicht zuletzt durch die auf beiden Seiten eingewechselten Joker.

Wechsel-Lust und -Frust

Während Kölns Trainer Kwasniok mit den in der 76. Minute eingewechselten Stürmern Bülter und Ex-Eintracht-Profi Waldschmidt zwei Top-Joker zog, die in der 83. (Bülter) und 94. Spielminute (Waldschmidt) auf 3:4 verkürzten, wirkten die von Toppmöller in der 77. Minute für die bis dahin starken Knauff und Burkhardt aufs Feld geschickten Bahoya und vor allem Wahi enttäuschend schwach. Der 20-jährige, zweifelsfrei hoch talentierte Bahoya hat seit dem 6:4-Auswärtssieg in Gladbach keinen einzigen Scorerpunkt mehr erzielt und Wahi hat in dieser Saison bei seinen Einsatzzeiten nicht überzeugen können.

Toppmöller-Klartext

Wie glücklich dieser wichtige Auswärtssieg zustande kam, war Eintracht-Trainer Toppmöller in der Pressekonferenz nach dem Match aber grundsätzlich egal. Die Kölner Spieler seien schließlich „keine Blinden“. Man wollte unbedingt drei Punkte um „oben andocken zu können“ und das habe man geschafft. Dennoch gab der selten so emotionale Eintracht-Trainer zu, dass es in dieser Partie Einwechselspieler gegeben habe, die „mit Sicherheit keine Eigenwerbung betrieben haben für mehr Einsatzzeiten“. Wer damit gemeint war, dürfte jedem Beobachter klar sein.

Fußballfest gegen Atalanta

Bereits am kommenden Mittwoch (26.11./Anstoß: 21 Uhr) empfängt Eintracht Frankfurt den italienischen Club Atalanta Bergamo. Beide Clubs verbindet eine lange Fanfreundschaft, sodass es im Waldstadion zu einem echten Fußballfest kommen wird. In Bergamo wurde zuletzt der Trainer entlassen. Das Team belegt nach drei Niederlagen und 8 sieglosen Liga-Spielen in Folge lediglich Rang 13 in der Serie A und hat bislang nur 2 Ligaspiele gewonnen. In der Champions-League stehen die Norditaliener allerdings mit 7 Punkte auf Platz 13 und damit 3 Punkte und 10 Plätze besser da als die Hessen.

Das nächste Bundesliga-Spiel findet am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr in Frankfurt gegen den kriselnden VfL Wolfsburg statt. jogo

Vorheriger Artikel

7:0! U21 im Aufstiegsmodus

Nächster Artikel

Schock-Comeback der "Launischen Diva"

Kommentare anzeigen (2)
  1. Meine Meinung,
    die Wechsel waren komplett für die Katz, danach hat nichts mehr gestimmt. Eine clevere Truppe spielt das trotzdem runter, aber ohne Spannung. Das will Dino nicht, aber dieser Mist geht auch mal schief und dann darf er sich nicht wundern, wenn es Diskussionen gibt. Gerade nochmal gut gegangen.

    Hoffe nur das dieser Herr Toppmöller den Fehler zum dritten Mal gegen Atalanta nicht macht.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert