Paukenschlag im Eintracht-Tor. Michael Zetterer (li.) kehrt für den zuletzt glücklosen Kaua Santos (re.) gegen den FC Liverpool in den Eintracht-Kasten zurück. Fotos: Moni Pfaff
Frankfurt (21.10.2025). „Jetzt seid Ihr Alle gespannt, ne?“, begann Toppmöller – mit hörbarem Frosch im Hals – im Rahmen der Spieltags-PK vor dem Champions League Kracher gegen den FC Liverpool seine Antwort auf die Frage des Journalisten Christopher Michel: „Plant Ihr einen Wechsel auf der Torhüterposition?“ Anschließend verkündete er einen zu diesem Zeitpunkt als „Torhüter-Knall“ zu bezeichneten Wechsel im Eintracht-Tor.
Zweiter überraschender „Wechselakt“
Das von EINTRACHTintim bereits vor dem Liga-Spiel beim SC Freiburg (2:2) als „riskant“ bezeichnete Torwart-Wechselspiel zwischen Kaua Santos – der den bis zum Heimspiel gegen Union Berlin souverän spielenden Michael Zetterer überraschend ablöste – erlebt mit dem „Rückwechsel“ eine sportlich nachvollziehbare aber vom Zeitpunkt her wieder spektakuläre Rolle rückwärts, zumal die Eintracht-Verantwortlichen nach Spielschluss in Freiburg Kaua Santos ihr „Vertrauen“ ausgesprochen hatten.

„Ein wichtiger Schritt zurück!“
Der gerade 22-jährige Santos hat in bislang vier Ligaspielen 15 Gegentore kassiert und weitere 5 gegen Atletico Madrid beim letzten Champions League-Auftritt. Mit Santos im Tor gewann Eintracht Frankfurt von fünf Pflichtspielen nur eines beim Tabellenletzten Mönchengladbach (6:4), rutschte auf Bundesliga-Tabellenplatz 7 ab und stellt mit 18 Gegentoren aktuell die schwächste Abwehr der Liga. „Wir haben diese Entscheidung getroffen, weil wir den Eindruck haben, dass es für Kaua wichtig ist, noch mal einen Schritt zurückzumachen. Es ist sehr viel auf ihn eingeprasselt“, begründete Dino Toppmöller diese spektakuläre Entscheidung.
Zuviel Scheinwerferlicht?
Das mit 22 Jahren noch junge Torhütertalent solle – so Toppmöller – wieder „Leichtigkeit und Lockerheit“ zurückgewinnen, indem er „erst mal aus dem Scheinwerferlicht heraustritt“. Zuletzt fiel Kaua Santos mehrfach durch mangelnde Konzentration auf die wesentlichen Basics des Torwartspiels auf, die man – so konnte man es aus dem nahen Eintracht-Umfeld erfahren – mehrfach bei ihm angemahnt hatte. Zudem sei der Hype um seine Person zuletzt auch aus Teilen seines persönlichen Berater-Umfeldes unpassend groß gewesen. Insofern hat der Verein nun reagiert und Kaua Santos bis auf Weiteres das „Scheinwerferlicht“ ausgeknipst. Michael Zetterer soll – so Toppmöller – auch in den nächsten Pflichtspielen nach dem Liverpool-Duell im Eintracht-Tor stehen.
CL-Duell zweiter Krisen-Teams
Am Mittwochabend wird sich zeigen, ob der Torhüterwechsel einen positiven Einfluss auf das Spiel der zuletzt insgesamt nicht überzeugenden und seit drei Pflichtspielen sieglosen Eintracht-Profis haben wird, bei denen lediglich die verletzten Baum und Hojlund nicht zur Verfügung stehen werden. Der FC Liverpool kommt mit sogar vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge ins Frankfurter Waldstadion und rangiert in der CL-Tabelle nach einem Sieg und einer Niederlage mit 3 Zählern (3:3 Tore) auf Rang 17, zwei Plätze hinter der punktgleichen Eintracht (5:5 Tore).
„Liverpool ein Weltklasse-Team“
Für Eintracht-Trainer Toppmöller ist der FC Liverpool eine Weltklassemannschaft, die am Mittwoch „klarer Favorit“ sei und wahrscheinlich mehr Ballbesitz haben wird. Er rechnet auf Liverpooler Seite mit den Startelfeinsätzen des zuletzt in der Kritik stehenden Deutschen Nationalspielers Florian Wirtz, als auch mit Ex-Eintrachtler Hugo Ekitiké und versprach eine „Spielidee“ mit der man den FC Liverpool besiegen könne. Jogo
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Quelle: Eintracht Frankfurt/Youtube



