Pokal-Aus vom Punkt

Erst hatte Ritsu Doan Pfostenpech, dann versagten ihm die Nerven vom Punkt. Foto: Moni Pfaff

Frankfurt (29.10.2025). Die Frankfurter Eintracht ist durch eine 3:5-Heimniederlage nach Verlängerung (1:1) und Elfmeterschießen (2:4) bereits in der 2. Runde aus dem DFB-Pokalwettbewerb ausgeschieden. Ansgar Knauff hatte die Gastgeber in der 7. Spielminute nach einem feinen Steckpass von Mario Götze, der erneut Can Uzun aus der Startelf verdrängt hatte, in Führung gebracht. Dortmunds Julian Brandt schob drei Minuten nach Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit eine flache Hereingabe von Namensvetter Ryerson zum Ausgleich über die Torlinie

Bereits in der 7. Spielminute erzielte Ansgar Knauff (li.) den 1:0-Führungstreffer gegen Borussia Dortmund. Foto: Moni Pfaff

Kritik am Schiedsrichter

Wohl zurecht kritisierten die Eintracht-Fans, dass in der Vorbereitung des Ausgleichstreffers der Dortmunder Spieler Beier im Abseits gestanden hatte. Aufgrund des in der 2. Pokalrunde noch nicht eingesetzten VAR wurde die mutmaßlich falsche Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Sven Jablonski und seinem Team nicht überprüft. Bereits kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Jablonski für lautstarken Protest im Eintracht-Lager, als er den eine Minute zuvor Gelb-verwarnten Aarón Anselmino nach erneutem Foul an Nathaniel Brown nicht mit Gelb-Rot vom Feld schickte. In der regulären Spielzeit war Eintracht Frankfurt dem Sieg mit einem Lattenschuss von Doan (80. Spielminute) bereits näher, der fünf Minuten vor Ende der Verlängerung nach einem frenetisch umjubelten Tor von Jonathan Burkhardt endlich perfekt zu sein schien. Wegen einer Abseitsstellung des Torschützen wurde dem Treffer jedoch zurecht die Anerkennung versagt.

Diesem vermeidlichen Siegtor von Burkhardt (re.) wurde wegen Abseitsstellung die Anerkennung versagt. Foto: Moni Pfaff

Topspiel von Brown & Theate

Der weitere Spielverlauf zeigte wenig klare Torchancen, aber eine Eintracht-Mannschaft, die sich in puncto Zweikampf- und Defensivverhalten deutlich verbessert präsentierte. Speziell Nathaniel Brown zeigte auf dem linken Flügel das wohl beste Spiel im Eintracht-Trikot. Und auch Arthur Theate wirkte in Zweikämpfen und Stellungsspiel gegenüber den letzten Partien deutlich verbessert. Kapitän Robin Koch strahlte als Abwehrchef auch endlich wieder mehr Ruhe aus.

Eintracht-Verteidiger Brown (hier rechts im Zweikampf mit Adeyemi) machte gegen Dortmund sein bisher stärkstes Spiel im Eintracht-Trikot. Foto: Moni Pfaff

Doan & Chaibi zeigten Nerven

Obwohl beide Teams bis zum Ende der Verlängerung „auf Sieg“ spielten“ blieb es auch nach 120 Minuten beim 1:1, musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Zunächst verlor Eintracht-Kapitän Robin Koch die Wahl des zu treffenden Tores, weshalb die Elfmeter in Richtung des lautstarken Dortmund-Fanblocks geschossen werden mussten. Ein offensichtlicher psychologischer Nachteil für die junge Gastgeber-Team. Nach Treffern von Silva (D), des für Götze in der 73.Spielminute eingewechselten Uzun (F) und Süle (D) schoss Frankfurts Doan beim Stand von 1:2 den Ball hoch über das Tor.

Nach weiteren Treffern von Chukwuemeka (D), des kurz vor Spielschluss eingewechselten Batshuayi (F) und Dortmunds Joker Nmecha, scheiterte Frankfurt Chaibi mit seinem Flachschuss in die linke Torecke an Dortmunds Keeper Kobel.

Per Klick auf das Symbol sehen Sie den verunglückten Elfmeter von Ritsu Doan. Clip: EINTRACHTintim

Lieblingsgegner Heidenheim

Nach dieser vom Ergebnis her enttäuschen Partie, nach der die Mannschaft vom Publikum zurecht mit Beifall vom Feld geschickt wurde, wartet am kommenden Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) der Tabellenvorletzte 1.FC Heidenheim (4 Punkte), gegen den die „Adler“ bislang alle 5 Pflichtspiele (4x Bundesliga/1x Pokal) mit insgesamt 13:2 Toren gewonnen haben. Drei Punkte gegen den „Lieblingsgegner“ würden den aktuellen Tabellenplatz 6 festigen und eventuell den Abstand auf Leverkusen (Platz 5/17 Punkte, Gastspiel bei Bayern München) und Borussia Dortmund (Platz4/17 Punkte, Gastspiel in Augsburg) verkürzen. Jogo

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