Foto-Collage: EINTRACHTintim
Frankfurt (18.05.26). Anstatt eines sportlich-spannenden Endspiels um die Europapokal-Qualifikation erlebte das ausverkaufte Waldstadion am vergangenen Samstag ein schlimmes „Pyro-Vorspiel“ mit zwei verletzten Personen, sowie ein bedeutungsloses 2:2-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart, das nicht zum Ziel Europa führte. Dafür gab es einen Tag später mit der offiziell verkündeten Entlassung von Cheftrainer Riera das erwartete spektakuläre „Nachspiel“.
Eintracht Frankfurt steht nach dieser Saison vor einem Scherbenhaufen und einer ungewissen Zukunft.

Pressekonferenz mit Krösche
Für Dienstag, 19.Mai, 13.00 Uhr lädt Eintracht Frankfurt zur Pressekonferenz mit Sportvorstand Markus Krösche. EINTRACHTintim wird morgen über diese Pressekonferenz berichten und sich erst dann an den bereits vielfach publizierten Medien-Spekulationen über Trainernamen, Kaderumbruch und finanzielle Herausforderungen beteiligen.

Sündenböcke & Ratlosigkeit
Fakt ist, dass nach Dino Toppmöller, Dennis Schmitt und Albert Riera drei Trainer in einer Saison an diesem aktuellen Profi-Kader gescheitert sind. Riera und Toppmöller sind nun quasi die mit Top-Summen abefundenen „Sündenböcke“ und damit viele Fans (erst einmal) zufrieden gestellt. Es bleiben aber ein offenbar schlecht zusammengestellter, menschlich nicht harmonierender Kader, eine schwierige finanzielle Situation und eine gewisse Ratlosigkeit. Es muss nun ein Totalumbruch her, dessen Rahmenbedingungen Markus Krösche vielleicht schon morgen beschreiben wird.

Seltsam kritisches Interview
Glaubt man dem nach Spielschluss abgegebenen Interview von Stürmer Jonathan Burkardt, so passte angeblich das von Riera bevorzugte Spiel nicht zur Mannschaft. Mag sein, aber zuvor passte das Toppmöller-System ja offensichtlich auch nicht. Dass Burkardt die sogenannten „Führungsspieler“, zu denen er sich selbst zählt, kritisiert und zugibt, dass es keine Einheit gab, ehrt ihn. Aber warum stimmte es nicht und warum kritisiert Burkardt auch das „Umfeld“ des Vereins? Was und wen meint er damit?
Krösche muss durchgreifen
Auch Sportvorstand Markus Krösche fand nach Saisonende ähnlich kritische Worte wie Burkardt. An ihm wird es nun liegen schonungslos aufzuklären, warum dieses Team nach gutem Saisonstart sportlich so eingebrochen ist. Es muss herausfinden (vielleicht weiß er es ja schon) wo die offensichtlichen zwischenmenschlichen Disharmonien lagen und wer kontinuierlich Interna an Medien durchgestochen hat. Erst nach tabuloser Klärung dieser Fakten, kann der personelle Umbruch beginnen.

Einziger Sieger Ebnoutalib
Der einziger „Eintracht-Sieger“ dieses finalen Fußballwochenendes heißt Younes Ebnoutalib. Der sympathische Stürmer feierte vor Ort (siehe Foto) im „Meister-Trikot“ den Bundesliga-Aufstieg seines Ex-Clubs SV Elversberg, zudem er selbst in der Hinrunde 12 Tore beisteuerte. Warum Albert Riera diesen Vollblutstürmer auch gegen den VfB Stuttgart aus dem Eintracht-Kader gestrichen hat, wird sein Geheimnis bleiben. Eines der vielen, in dieser völlig vermurksten Eintracht-Saison. jogo



