Eintracht landet mit Noah Atubolu einen Volltreffer

Foto: Eintracht Frankfurt

Frankfurt (28.08.26). Die Tinte ist trocken. Der 24-jährige Torhüter Noah Atubolu wechselt leihweise bis Saisonende vom Bundesligakonkurrenten SC Freiburg zu Eintracht Frankfurt. Laut offiziellem Statement besitzt die Eintracht eine Kaufoption, die „unter bestimmten Voraussetzungen“ zu einer Kaufverpflichtung umgewandelt wird. Der SC Freiburg wiederum spricht von einer „bedingten Kaufpflicht“.

Was steht in diesem heute vormittag signierten Vertrag? Foto: Eintracht Frankfurt

Wie teuer ist Atubolu wirklich?

Was diese Formulierungen genau bedeuten, bleibt unklar. Fakt ist, dass Atubolu seinen eigentlich bis 30.Juni 2027 laufenden Vertrag in Freiburg bis 30.Juni 2028 verlängert hat. Dies bedeutet, dass Eintracht Frankfurt den Keeper nach Ende der Leihe nicht ablösefrei unter Vertrag nehmen kann, aktuell aber wohl nicht die Mittel zur Verfügung stehen, um Atubolu (Marktwert: 25. Mio.) sofort zu verpflichten. Laut der Quelle „Transfermarkt.de“ wird jetzt eine Leihgebühr von 1 Mio. Euro fällig. Im Sommer soll der Kaufbetrag dann mit 12,5 Mio. angesetzt sein. Alles in Allem ein sehr guter Deal für die Eintracht.

609 Minuten ohne Gegentor

Noah Atubolu wurde 2002 in Freiburg im Breisgau geboren und kam im Alter von 13 Jahren in die Nachwuchsakademie des SC Freiburg, in der er alle Jugendmannschaften durchlief. In seiner ersten Profisaison blieb der 1,90 Meter große Torhüter in der Bundesliga, UEFA Europa League und im DFB-Pokal 15-mal in Folge ohne Gegentor und stellte zwei Bestmarken auf. Zunächst blieb er 609 Minuten in Folge ohne Gegentor (neuer Vereinsrekord). Zudem parierte er im Oberhaus fünf Elfmeter in Folge (Bestmarke in der Bundesliga).

Noah Atubolu (hier 2025 gegen Brown und Ekitiké) kehrt im Eintracht-Trikot beim ersten Heimspiel gegen den FC Augsburg ins Waldstadion zurück. Foto: Moni Pfaff

Größtes DFB-Torwarttalent

Mit seinen starken Leistungen hatte Atubolu großen Anteil an der Qualifikation für die UEFA Europa League, in der die Freiburger 2026 das Finale erreichten. Atubolu stand in allen 15 Partien im Freiburger Tor und kassierte während des gesamten Turniers nur 13 Gegentore. Auch dadurch rückte er in den erweiterten Kreis der deutschen A-Nationalmannschaft und gilt aktuell als das größte deutsche Torhütertalent, auch deshalb, weil Jonas Urbig beim FC Bayern hinter Manual Neuer nur selten zum Einsatz kommt.

Vize-Europameister mit der U21

Internationale Erfahrung sammelte der 24-Jährige zudem in den Juniorenauswahlen des DFB. Nach zehn Einsätzen für die U17, U19 und U20 etablierte sich Atubolu auch in der U21, für die er 22 Spiele absolvierte und damit der Torhüter mit den meisten Einsätzen ist. Im Sommer 2025 wurde er mit der U21 Vizeeuropameister.

Das war knapp! Adi Hütter kam etwas zu spät zur Pressekonferenz und hatte kurz vor Transfermarkt-Ende einen neuen Keeper im Eintracht-Kasten. Foto: Moni Pfaff

Freude bei Trainer und Manager

„Mit Noah Atubolu gewinnen wir einen starken, ambitionierten und zugleich bereits sehr erfahrenen Torhüter hinzu. Er bringt großes Potenzial, viel Mentalität und die nötige Qualität mit, um unserer Mannschaft wichtige Impulse zu geben. Wir sind überzeugt, dass Noah bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen und uns sportlich verstärken wird“, erklärte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche. Und auch Trainer Adi Hütter dürfte erfreut über diese, auch von ihm vehement geforderte Verstärkung auf der Torhüterposition sein.

Adi Hütter kann trotz nach wie vor offenen personellen „Baustellen“ dank der Atubolu-Verpflichtung wieder lachen. Foto: Moni Pfaff

Atubolu gegen Union Berlin dabei?

Ob Atubolu bereits zum Bundesligastart (Samstag, 29.August, 15.30 Uhr) im Tor steht, wurde zwar offiziell noch nicht bestätigt. Dass die „kritisch angezählten“ Ersatzkeeper, Santos und Zetterer an der Alten Försterei auflaufen, ist nur dann vorstellbar, wenn Atubolu verletzt wäre. Doch dessen aktuelle Social Media Posts und seine darin erkennbare Freude auf die neue Aufgabe bei der Eintracht schließen diese Situation eigentlich aus.

EINTRACHTintim gratuliert Eintracht Frankfurt zu dieser großartigen Verpflichtung eines jungen, hochtalentierten und bereits erfahrenen Bundesliga-Torhüters. Jetzt fehlt nur noch der „Last-Minute-Done-Deal“ mit Stürmer Kalimuendo (Nottingham). Dann wäre der Kader tatsächlich wieder konkurenzfähig; auch für höhere Ziele. jogo

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