Welche Reaktion zeigt Dino Toppmöllers Mannschaft nach der 1:5-Pleite in Madrid. Foto: Moni Pfaff
Frankfurt. 03.10.2025. Die an dieser Stelle nach der Heimniederlage gegen Union Berlin gestellte Frage: „Wie stark ist der Eintracht-Kader wirklich?“, bleibt weiter unbeantwortet. Es folgte eine 71-mimütige Machtdemonstration mit 6:0 Toren bei Borussia Mönchengladbach, ehe sich die Eintracht-Profis gegen den Tabellenletzten in der Restspielzeit 4 Gegentreffer einfingen. Nur drei Tage später kassierten die „Adler“ in der Champions League bei Atletico Madrid eine bittere 1:5-Pleite, verloren viele entscheidende Zweikämpfe, bekamen dabei – so Toppmöller – zwei „billige Eckballtore“ und vermittelten den Eindruck, „schön, dass wir hier mal mitspielen können!“
FC Bayern will neuen „Serienrekord“
Am Samstagabend (4.10./ Anstoß: 18.30 Uhr) gastiert nun ausgerechnet Rekordmeister und Bundesliga- sowie Champions League-Tabellenführer FC Bayern München im Waldstadion, der bislang alle 5 Ligaspiele gewonnen hat und nach 9 gewonnenen Pflichtspielsiegen in Serie gegen Eintracht Frankfurt mit einem 10. Erfolg einen neuen deutschen und europäischen Serienrekord aufstellen will.

„Der Respekt darf nicht zu groß sein!“
Dino Toppmöller ist sich über die „Underdog-Rolle“ seines Teams bewusst. „In Madrid haben wir vielleicht ein wenig zu viel Ehrfurcht gezeigt. Wenn Du Underdog bist, musst du auch so spielen. Underdogs rennen, kämpfen, kratzen und beißen“, erklärte er im Rahmen der Pressekonferenz heute Nachmittag. Und genau diese Eigenschaften soll sein Team gegen den FC Bayern zeigen, um erfolgreich zu sein.
Die „Verteidigungsmentalität“ müsse besser werden, egal ob in einer 3-er, 4-er oder 5-er-Kette. Welches taktische System er gegen den FC Bayern anwenden will, ließ Toppmöller offen. Klar ist, dass sich nach 13 Gegentoren in nur 3 Spielen in der Defensive einiges ändern muss.
Mut zu spielerischen Lösungen
In Ballbesitzphasen fordert der Eintracht-Chefcoach von seiner Mannschaft auch gegen „übermächtige Gegner“, zu denen er sowohl Atletico Madrid als auch den FC Bayern zählt, den „Mut zu spielerischen Lösungen“.
Batshuayi weiter keine Option
Die von Toppmöller geforderte „Kratz- und Beiß-Mentalität“ findet zu Spielbeginn wieder ohne den aktuell vielleicht körperlich stärksten Eintracht-Angreifer Michy Batshuayi statt. Grund dafür sei die Taktik mit nur einem Box-Stürmer in Verbund mit dem temporär von der Position 10 auf die 9 rückenden Spielmacher Can Uzun. Mit diesem würde Jonny Burkhardt besser harmonieren. Es wird sich zeigen, ob Toppmöller mit dieser Entscheidung richtig liegt und der zuletzt immer wieder verletzungsanfällige Burkard die Belastung von drei Spielen in einer Woche (davon nur 30 Minuten gegen Union Berlin) körperlich bewältigt.
(Nachfolgender Clip beinhaltet einen Kommentar zur heutigen PK).
Bundesliga-Statistik macht Hoffnung
Der Blick auf die jüngere und gesamte Bundesliga-Statistik macht den Eintracht-Fans Hoffnung. Die beiden letzten Heimspiele gegen den FC Bayern hat die Eintracht nicht verloren. Zuletzt gab es am 6. Oktober 2024 ein spektakuläres 3:3 (Tore: Ekitiké und 2x Marmoush) mit dem umjubelten Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit. Ein Jahr zuvor siegte die Eintracht am 5. Dezember 2024 sensationell mit 5:1 (Tore: 2x Ebimbe, Marmoush, Larsson und Knauff).
Noch eindrucksvoller fällt die Gesamt-Bilanz beider Teams in Frankfurt aus. Denn der FC Bayern München konnte nur 16 (!) von insgesamt 54 Ligaspielen im Waldstadion gewinnen.
Klicken Sie auf nachfolgenden Link, um die gesamte Pressekonferenz anzusehen. jogo
Quelle: Eintracht Frankfurt/Youtube



