„Rekord-Dino“ und der eiskalte Oscar

Eintracht Frankfurt startet mit 3 Siegen in das neue Jahr.

Ciao Omar… Eintracht-Star Omar Marmoush wechselt laut Aussage von Markus Krösche „mit großer Wahrscheinlichkeit für ca. 80 Mio. Euro nach Manchester. Mitspieler und Eintracht-Fans bereiteten dem 15-fachen Bundesliga-Torschützen nach dem ohne ihn erzielten 2:0-Heimsieg über Dortmund einen emotionalen Abschied. Foto: Moni Pfaff

Frankfurt (17.01.25). Mit einem 1:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli und 4:1-Heimerfolg über den SC Freiburg beendete Eintracht Frankfurt mit Chefcoach Dino Töppmöller die bislang beste Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte seit Einführung der 3-Punkte-Regel (10 S/3U/33 Punkte). Damit hält die Fußballer-Familie Toppmöller nun gleich 2 Rekorde, denn ausgerechnet Dino Toppmöllers Vater Klaus holte als Eintracht-Trainer in der Saison 1993/94 bei alter 2-Punkte-Regel sogar 10 Siege und 4 Unentschieden. 

Top-Start ins neue Bundesliga-Jahr

Mit dem 2:0-Heimsieg am 17.Januar 2025 gegen Borussia Dortmund und damit drei gewonnenen Bundesligaspielen zu Jahresbeginn starteten die „Adler“ ebenfalls mit einer sportlichen Top-Leistung in das neue  Fußballjahr. Zuletzt gelangen der Eintracht drei Jahresauftakts-Siege in der Saison 2020/21.

Tabellenplatz 3 gefestigt

Mit nunmehr 36 Punkten hat Eintracht Frankfurt seinen Vorsprung auf Platz 5 (RB Leipzig) auf 5 Zähler vergrößert und darf trotz des mutmaßlichen Abgangs von Top-Scorer Omar Marmoush (15 Tore/10 Assists) weiterhin von einer Qualifikation zur Champions League in der kommenden Spielzeit träumen. Auch wenn der Wechsel von Marmoush zu Manchester City bei Redaktionsschluss nicht feststand, bereiteten die Eintracht-Fans ihrem Torjäger nach dem Sieg gegen Dortmund im Stadion einen emotionalen Abschied.

Restart nach der Winterpause

Diese Siegesserie nach einer kurzen Winterpause kommt überraschend, denn nach vier (!) sieglosen Spielen im Dezember 2024 gegen Heidenheim (0:4), Augsburg (2:2), Leipzig (1:2) und Mainz 05 (1:3) gab es im Frankfurter Umfeld große Zweifel an der Führungsstärke Toppmöllers. Es ist dem 44-jährigen, stets freundlichen Fußballtrainer in der kurzen Winterpause offensichtlich gelungen den ohnehin sehr guten Teamgeist zu stärken und seinen Spielen klarzumachen, wie wichtig ein gelungener Restart in das neue Jahr ist. Selbst den Abgang von Marmoush steckten Trainer und Spieler scheinbar problemlos weg. 

Eiskalter Held im kurzen Hemd

Gegen Dortmund stand eine Mannschaft auf dem Feld, die – trotz nicht zu übersehender technischer Mängel im Aufbauspiel – vom Anpfiff weg an den Heimsieg glaubte und bis zum Schluss die frühe 1:0-Führung von Hugo Ekitiké (18.Minute) leidenschaftlich verteidigte, um in der Nachspielzeit mit einem Jokertor des erst in der 75. Minute eingewechselten Oscar Hojlund das Spiel endgültig zu entscheiden. Apropos Oscar Hojlund; der am 4. Januar 20 Jahre alt gewordene dänische Neuzugang stellte sich in der Mixzone als erster Interviewpartner den wartenden Journalisten und betonte in englischer Sprache den „tollen Teamspirit“, sein „Amazing Feeling“ nach dem Treffer mit den Fans feiern zu können, und fügte scherzhaft hinzu, er sei vor dem Torschuss „cool as ice“ gewesen. Auf die Frage eines Reporters wie es möglich sei, bei minus 2 Grad im kurzen Hemd zu spielen, antwortete der „coole Däne“ schlagfertig: „ich mag hallt keine langen Ärmel und ich komme aus Dänemark!“

Erst Budapest – dann Hoffenheim

Nach der „Englischen Woche“ ist vor der nächsten. Am kommenden Donnerstag empfängt Eintracht Frankfurt zunächst das ungarische Team Ferencvaros Budapest im Waldstadion (Anstoß: 21 Uhr), ehe am darauffolgenden Sonntag in Sinsheim die Bundesliga-Siegesserie gegen die TSG Hoffenheim fortgesetzt werden soll. Als Tabellenfünfter der Euro-League würde gegen die auf Platz 16 positionierten Ungarn ein Heimsieg zur vorzeitigen Qualifikation des Achtelfinales reichen, sodass die letzte Vorrundenpartie bei AS-Roma ergebnistechnisch keine Rolle mehr spielen würde. Ferencvaros gewann bislang auswärts gegen Kiew (4:0), siegte gegen Nizza (1:0) und Malmö (4:1), verlor in Anderlecht (1:2), zu Hause gegen Tottenham (1:2) und zuletzt deutlich mit 0:5 bei PAOK Saloniki.

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