Enttäuschung bei Eintracht Frankfurt. Foto: Victor van der Saar
Frankfurt (23.03.26). Der in der 89.Spielminute erzielte Mainzer 2:1-Siegtreffer des Mainzers Doppeltorschützen Paul Nebel (das Eintracht-Tor erzielte Brown) sorgte bei den Eintracht-Fans für eine kollektive Schockstarre. Auch im EINTRACHTintim-Kosmos reicht die Stimmung (siehe Kommentare) von Ratlosigkeit („keine Struktur, ohne Plan und Selbstvertrauen“), über Wut auf Trainer Riera („Anti-Fußball eines großspurigen Trainers“) bis zur totalen Ratlosigkeit („Es geht nur noch um die goldene Ananas und alles wird schöngeredet“).

Zu langsam und lethargisch
Wie schon in den Spielen beim FC St. Pauli (0:0) und gegen den 1.FC Heidenheim (1:0) wirkte die von Trainer Riera auf zwei Positionen (Theate für den gesperrten Koch und Burkardt für Amaimouni-Echghouyab) veränderte Startelf, trotz am Ende 70% Ballbesitz seltsam lethargisch und zeigte erneut einen viel zu langsamen Spielaufbau mit vielen wirkungslosen Quer- und Rückpässen.

Kalimuendo wieder außen isoliert
Anstatt den wendigen Kalimuendo als Doppelspitze gemeinsam mit dem an alter Wirkungsstätte völlig abgemeldeten Burkardt „wirbeln“ zu lassen, agierte der „Edeltechniker“ (wie schon gegen St. Pauli) eine Halbzeit lang quasi „verschenkt“ auf der Rechtsaußenposition, und wurde damit einem Großteil seiner technischen Fähigkeiten beraubt. Dafür spielte Doan auf der Zehnerposition, die den reinen „Linksfuß“ sichtbar zu überfordern scheint.
Die Folge: 70 Prozent Ballbesitz, 580:235 Ballaktionen aber nur 23% erfolgreiche Dribblings und 1:2 Tore (Quelle: Kicker).

Unnötige „Baustelle“ Mario Götze
Fragen nach der im Vorfeld bekannt gewordenen Degradierung (Nichtnominierung) von „Weltmeister“ Mario Götze beantworte der wortgewaltige Eintracht-Trainer mit einer emotionalen Gegenfrage: „Nenn mir einen Spieler, den ich für Mario Götze aus dem Kader nehmen soll und sag´s ihm selber!“ Damit machte der Spanier vor der nun anstehenden Länderspielpause eine völlig unnötige Eintracht-Baustelle auf, welche die ohnehin spürbaren Spannungen verschärft.
Fahrlässig vergebene Chance
Vor dieser Niederlage hatte Albert Riera mit 11 Punkten aus 6 Ligaspielen de facto (siehe Bericht vom 19. März) eine respektable Bilanz, die unter Toppmöller und Schmitt katastrophale Abwehrschwäche abgestellt und den Punkterückstand auf Bayer Leverkusen von 8 auf 7 Punkte leicht verbessert.
Durch die vermeidbare Mainz-Pleite beträgt der Abstand auf Platz 6 – trotz des Leverkusener Ausrutschers in Heidenheim (3:3) – wie bei seinem Amtsantritt wieder 8 Zähler. Der Rückstand auf Champions-League-Platz 4 ist gleichzeitige von 9 auf 12 Punkte angewachsen. Die „Vorlage“ aus Leverkusen wurde fahrlässig vergeben. Und darüber sind viele Eintracht-Fans zurecht enttäuscht und wütend.
Zug nach Europa abgefahren?
Für Eintracht Frankfurt scheint aufgrund dieser Niederlage in Mainz, der erkennbar mentalen Schwäche vieler Spieler, und der möglichen Fehleinschätzung ihres Trainers in ihre individuellen Fähigkeiten am letzten Sonntag der Zug in die Europa League abgefahren zu sein.
Gleiche Gegner wie Leverkusen
Interessanterweise treffen Eintracht Frankfurt (38 Punkte) und „Europa-Konkurrent“ Bayer Leverkusen (46) in den letzten sieben Ligaspielen noch exakt auf die gleichen Gegner (Köln, Wolfsburg, Leipzig, Augsburg, HSV, Dortmund und Stuttgart).
Aufgrund der zuletzt gezeigten Performance der Eintracht-Profis ist es deshalb schwer vorstellbar, dass Albert Riera mit seinem Team in sieben Spielen das Rennen um Platz 6 gewinnen kann. Acht Punkte Rückstand und eine um 17 Tore (!) schlechtere Tordifferenz sind wohl kaum noch aufzuholen.

Kommt jetzt der große Umbruch?
Ein Verpassen der europäischen Wettbewerbe – von diesem Ziel wollte Sportvorstand Markus Krösche auch nach der Toppmöller-Entlassung nicht abrücken – dürfte Eintracht Frankfurt finanziell sehr weh tun und somit zu zahlreichen Verkäufen hoch talentierter Spieler wie Brown und Uzun sowie der Nichtverpflichtung des von Nottingham ausgeliehenen Kalimuendo führen. Daneben fordern viele Eintracht-Fans weitere Abgänge aktuell nicht ihre Topleistung abrufender Profis. Ohne „Europa League“ droht im Sommer ein großer Umbruch im Eintracht-Kader.
Bleiben Krösche und Riera?
In diesem Zusammenhang wäre es aktuell besonders wichtig, dass sich Sportvorstand Markus Krösche, der trotz Vertrags bis 30.Juni 2028 immer wieder mit Topvereinen in Verbindung gebracht wird, zu einem klaren Verbleib in Frankfurt bekennt.
Und auch Albert Riera (Vertrag ebenfalls bis 30.06. 2028) sollte sich – passend zu seinen letzten PK-Auftritten – vielleicht selbst einmal die Frage stellen, ob er die Aufgabe in Frankfurt mental und substanziell richtig eingeschätzt hat. jogo




Nur Sprüche – mehr kommt von diesem Trainer aktuell nicht. Da wird von „Löwen“ gesprochen, aber auf dem Platz sieht man Angsthasen-Fußball. 97 Minuten lang wird der Ball nur hin und her geschoben, ohne echte Durchschlagskraft.
Diese extreme Breite im Spiel schadet der Offensive komplett. In der zweiten Halbzeit gab es gerade einmal einen Torschuss aus 16 Metern – Strafraumbesetzung praktisch nicht vorhanden.
So gewinnt man dann „glücklich“ 1:0 gegen Heidenheim. Am Ende geht es nur noch um die goldene Ananas, aber selbst das wird noch schön geredet.
Dazu stehen aktuell Spieler auf dem Platz, die meiner Meinung nach einfach nicht bundesligatauglich sind. Gleichzeitig sitzt ein Spieler wie Götze draußen, obwohl er zumindest die Fähigkeit hat, auch mal einen Pass nach vorne zu spielen und nicht nur quer oder zurück.
Das war der schlimmste Fußball, den ich aeit Jahren von der SGE gesehen habe.
Völlig ohne Struktur, völlig ohne Plan, Völlig ohne Selbstvertrauen.
Habe gerade gelesen, dass der Spanier der Mannschaft jetzt 1 ganze Woche frei gegeben hat…
Bestimmt wegen der extrem guten Leistungen der letzten Spiele… 😡😡😡
Guter, sachlicher Bericht! Wo geht der Weg hin mit der Eintracht? Ich kann nicht einschätzen, ob mit diesem Trainer Ruhe und Konstanz auf längere Sicht möglich sind. Ich habe aus der Ferne den Eindruck, dass durchaus spielerische Qualität in der Mannschaft steckt, aber ein klares Konzept nicht nachhaltig erkennbar ist. Ich kann mich aber auch täuschen!
Vielleicht sollte man auf das Spielfeld Pfeile malen, damit die Spieler erkennen, wo das gegnerische Tor steht! 😂