Foto: Victor van der Saar
Frankfurt (02.03.2026). Die Hoffnung auf Ligaplatz 6 und die damit verbundene Qualifikation für die Europa-League in der kommenden Saison – deren Finale bekanntlich in Frankfurt am Main stattfindet – bleibt bestehen. In einer packenden Partie besiegte die Frankfurter Eintracht den SC Freiburg am 24. Spieltag im mit rund 59.000 Zuschauern fast ausverkauften Waldstadion mit 2:0 und bleibt zum achten Mal gegen die Breisgauer ungeschlagen.
Bei seinem zweiten Heimsieg in Folge beweist Chefcoach Albert Riera mit seinen Einwechslungen erneut ein „goldenes Händchen“. Die SGE (34 Punkte) klettert nach dem 24. Spieltag auf Rang 7 und verkürzte, dank des 1:1 des Tabellensechsten Bayer Leverkusen (40 Punkte/ein Nachholspiel beim HSV) gegen Mainz 05, den Rückstand auf sechs Punkte.

Stark veränderte Startelf
Riera veränderte seine Startelf nach der 2:3-Niederlage beim FC Bayern München gleich auf vier Positionen. Für Amaimouni-Echghouyab, Doan, Skhiri und Dahoud rotierten Götze, die gegen Bayern zurückgekehrten Kalimuendo und Burkardt sowie der in München wegen eines grippalen Infekts fehlende Kapitän Robin Koch ins Team.
Dabei überraschte der Spanier nicht nur mit dem gemeinsamen Startelfeinsatz der beiden Offensivkräfte Kalimuendo und Burkardt. Stamm-Linksverteidiger Nathaniel Brown begann über die rechte Abwehrseite, während der sonst auf der rechten Seite aktive Nnamdi Collins hinten links begann.
Schock-Moment für Kaua Santos
Die Partie begann für die Eintracht allerdings bereits nach wenigen Sekunden mit einem Schock-Moment, als Eintracht-Keeper Kaua Santos nach einem nicht geahndetem Foul des Ex-Frankfurters Igor Matanovic verletzt ausgewechselt werden musste und wegen einer schweren Innenbandverletzung mehrere Wochen ausfallen wird. Ersatzkeeper Michael Zetterer, der das Tor der Hessen zuletzt am 15. Spieltag beim 1:1 in Hamburger hütete, sollte im Verlauf des Spiels einen entscheidenden Anteil am 2:0 Sieg der Adler haben.

Zäher Spielbeginn Beginn – dann Torhüter im Mittelpunkt
In einer anfangs eher zähen Partie dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe es das erste Mal gefährlich wurde. Einen Distanzschuss des Frankfurters Brown (24.Minute) konnte Freiburg-Torwart Noah Atubolo sehenswert parieren, ehe Jonathan Burkardt aus kürzester Distanz mit seinem Nachschuss erneut am 23-jährigen Keeper der Gäste scheiterte. In der 29. Minute war es Arnaud Kalimuendo, der nach feinem Zuspiel von Mario Götze den Ball nach einem Reflex Atubolos nicht im Tor der Gäste unterbringen konnte.

Zwei Glanzparaden von Zetterer
Die Eintracht kam vor allem über ihre rechte Seite immer besser ins Spiel und hatte in der ersten Minute der Nachspielzeit Glück, dass ein Kopfball des Ex-Frankfurters Matanovic vom rechten Innenpfosten in die Arme von Michael Zetterer flog und die Partie mit einem 0:0 in die Pause ging. Und auch nach Wiederanpfiff gehörte die erste Torchance den Gästen, als Zetterer in der 49. Minute einen Grifo-Abschluss bravourös parierte.

„Joker“ Chaibi trifft sofort
In der 64. Minute bewies Riera dann einmal mehr sein feines Gespür für Spielerwechsel und brachte mit Fares Chaïbi (für den überfordert wirkenden Höjlund) den „Game-Changer“ dieser Partie. Nach Vorlage des sich im Spielverlauf steigernden Collins konnte der Algerier den Freiburger Schlussmann mit einem Flachschuss aus rund 14 Metern aus halblinker Position überwinden. Das 1:0 war das vierte Jokertor in Folge und der Beginn einer Frankfurter Dominanzphase, die durch einen Kunstschuss von Jean-Matteo Bahoya nach Zuspiel von Chaïbi belohnt wurde und die Hessen in der 81. Spielminute endgültig auf die Siegerstraße brachte.

Zweiter Heimsieg in Folge
Durch eine erneut gute Defensivleistung und dank der gelungenen Spielerwechsel von Albert Riera gewinnt die Eintracht das so wichtige Duell gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn, verdrängt den SC Freipunkt (33 Punkte) mit einem Zähler Vorsprung auf Platz 7 und fährt unter Riera den zweiten Heimsieg (ohne Gegentor) in Folge ein.

Die Aufholjagd geht weiter
Die Aufholjagd auf den wichtigen Liga-Rang 6 findet am kommenden Sonntag (08.03./15.30 Uhr) beim FC St. Pauli seine Fortsetzung, ehe einen Spieltag später (Samstag, 14.03/15.30 Uhr) der Tabellenletzte Heidenheim nach Frankfurt kommt.
Der aktuelle Tabellensechste Bayer Leverkusen bestreitet am Mittwoch sein Nachholspiel beim HSV, tritt am kommenden Samstag beim SC Freiburg an und erwartet danach den FC Bayern München. Der 6-Punktevorsprung könnte in zwei Wochen durchaus schmelzen. Sascha Then




Insgesamt ist das ein anderer Fußball, was Riera da spielen lässt. Ballkontrolle und Geduld, diese beiden Ansätze fallen mir auf. Muss man sich als Fan erstmal dran gewöhnen. Das Tempospiel über die Außenpositionen gehört der Geschichte an. Aber der Majorquine muss mit dem Spielermaterial zurecht kommen, was er hat. Götze hat zwar alle Freiheiten, zeigt aber noch nicht das Niveau vergangener Tage. Dafür ist hat sich Chäibi wie Phönix aus der Asche nach seiner Einwechslung zum Spieler des Tag aufgeschwungen. Mit St. Pauli wartet ein schwerer Gegner auf die SGE. Hier heißt es die Form zu bestätigen und die Aufholjagd auf Platz sechs fortsetzen. Zudem müssen wir dem HSV gegen Leverkusen die Daumen drücken.
Gute Berichte bei Euch👍.
Aber man fragt sich schon, warum Schönredner Toppmöller nicht schon in der Winterpause gefeuert wurde. Dann wäre der Abstand noch oben wahrscheinlich nicht so groß. Da handelte Krösche meiner Meinung nach falsch. Sollte es am Ende nicht für die Euro League reichen, muss sich Krösche hinterfragen und erklären.