Foto: Victor van der Saar
Frankfurt (28.02.2026). Trotz der 2:3-Niederlage am 23. Spieltag gegen den FC Bayern München blickt man bei der SGE optimistisch auf die kommenden Wochen. Man habe nach einem 0:3- Rückstand gegen den deutschen Dauermeister und Champions League- Mitfavoriten „Charakter gezeigt“. „Ich wollte nach dem zwischenzeitlichen 0:2 den Charakter meiner Mannschaft sehen. Unser Erfolg in München war es, unser Spiel durchzuziehen und an unseren Weg zu glauben“, schwärmte Albert Riera auf der Pressekonferenz vergangenen Freitag rückblickend über seine Mannschaft.

Starten Kalimuendo und Burkardt von Beginn an?
Speziell die Einwechslungen von Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo machen Riera Hoffnung für die nächsten Partien und unterstrichen die Wichtigkeit der beiden Stürmer für das Team. Ob der deutsche Nationalspieler gegen Freiburg startet, ließ Riera noch offen. Seine Antwort auf dessen Fitnesszustand: „Burkardt is in perfect shape“, macht aber auf einen Einsatz Burkardts von Beginn an Hoffnung.
Start in die Wochen der Wahrheit
An den Spieltagen 24 bis 29 spielt die Mannschaft um „Neukapitän“ Brown ausschließlich gegen direkte Konkurrenten oder Teams aus der zweiten Tabellenhälfte. Trotz des Ausscheidens von Borussia Dortmund in der Champions-League könnte der 7. Tabellenplatz in der Saison 2026/2027 immer noch zur Teilnahme an der UEFA Europa League berechtigen.
Der Traum vom „Finale dahaam“
Will man den Traum vom „Finale dahaam“ (das Finale der Europa League 2026/2027 findet im Frankfurter Waldstadion statt) weiter aufrechterhalten, muss am kommenden Sonntag die Partie gegen den direkten Tabellennachbarn SC Freiburg (aktuell Platz 7 mit 33 Punkten) der Start einer Siegesserie sein. In den darauffolgenden Duellen gegen die tabellarisch schlechter positionierte Konkurrenz (bei St. Pauli, gegen Heidenheim, in Mainz, gegen Köln und in Wolfsburg) sind weitere „Dreier“ ebenso fast schon Pflicht.

Wiedersehen von Freunden
Am Sonntag (Anstoß: 17.30 Uhr) kommt es auch zum Aufeinandertreffen von Ex-Eintracht-Stürmer Igor Matanovic und dem ehemaligen Freiburger Ritsu Doan. Matanovic, der auf Freiburger Seite in 20 Spielen dieser Saison bereits 7 Scorerpunkte (6Tore, 1 Assist) erzielte, ist zu Beginn der Saison in den Breisgau gewechselt. Ritsu Doan auf Frankfurter Seite hat von 2022 bis 2025 seine Fußballschuhe für Freiburg geschnürt und kommt bislang in 23 Bundesligapartien auf 9 Scorer (4 Tore, 5 Assists).
Neue Positionen und Lobeshymne auf Brown
Doan wird im Spiel gegen den SC Freiburg wohl in neuer Rolle auflaufen. Auch wenn der Japaner nach Darstellung seines Trainers dabei leichte Kritik an dieser Entscheidung aufblitzen ließ („Mir raucht der Kopf“), ist für Albert Riera die Flexibilität und Unberechenbarkeit auf dem Platz enorm wichtig. „If you have more players that can play in different roles, then you need less quantity“, betonte der Spanier und fügte hinzu, dass neue Rollen wichtig für Entwicklung und die Zukunft der Spieler seien.

Kapitänsbinde als Belohnung
Riera, der an sich nicht gern über einzelne Spieler spricht, sieht Fortschritte („I can feel the progress on all the players“) in allen Mannschaftsteilen. Einen hob er dabei erneut hervor, Nathaniel Brown. „Er weiß noch gar nicht, welche Möglichkeiten er hat. Er ist ein fantastischer Spieler und ich bin sicher, dass er einige weitere Positionen spielen kann“, schwärmte sein Trainer auf der Spieltags-PK (Link am Ende des Textes führt zur kompletten Pressekonferenz). Quasi als Belohnung (aber natürlich auch aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls anderer gewählter Kapitäne), habe er Nathaniel Brown als Spielführer gegen Bayern München aufs Feld geschickt.
„No Pressure – I know what I want!”
Auf die Frage, ob er gegen den direkten Konkurrenten Freiburg besonderen Druck verspüre, entgegnete Riera: „Wir empfinden keinen Druck, weil wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir kontrollieren können.“ Es seien vier wichtige Spiele bis zur Länderspielpause und man wolle so viele wie möglich gewinnen. Wie er das schaffen will? „I know what I want and I will not stop until I get the results and the success.“ Der Mann scheint zu wissen, was er will. Sascha Then



