Nur 2:3! Aber Kalimuendo ist ein Hoffnungsträger

Clever erzieltes Tor! Das 2:3 durch Arnaud Kalimuendo-Muinga in der 86. Spielminute gegen den FC Bayern München. Foto: Moni Pfaff

München (22.02.2026). Schade! Mit einer furiosen Aufholjagd nach zwischenzeitlichem 0:3-Rückstand (Tore: Pavlovic, 2x Kane) hätte die von argen Verletzungsproblemen gezeichnete Frankfurter Eintracht – nach Toren der beiden „Joker“ Burkardt (77. Minute, Foulelfmeter) und Kalimuendo (86.) – beim Tabellenführer Bayern München fast noch einen Punkt entführt.

Trotz der knappen Auswärtsniederlage gegen den aktuellen Klassenprimus und des Abrutschens auf Rang 8 der Bundesliga-Tabelle, darf das Team von Albert Riera dennoch ein wenig hoffnungsvoller in die Zukunft blicken.

Burkardt (3.v.l.) und Kalimuendo (rechts) brachten nach ihrer Einwechslung in der 60. Spielminute spielerische Qualität in die Eintracht-Offensive. Foto: Moni Pfaff

Diese Startelf wird es wahrscheinlich nicht mehr geben

In München fehlte am vergangenen Samstag neben den bisherigen Langzeitverletzten Uzun und Ebnoutalib, der wahrscheinlich für den Rest der Saison ausfallende Kristensen; dazu Theate, der kurzfristig am Magen operierte Knauff und Kapitän Koch wegen erhöhter Temperatur.

Die Startelf von München, mit Skhiri als Koch-Vertreter auf der Position des Abwehrchefs, Dahoud als „falsche Neun“ und dem im Mittelfeld überfordert wirkenden Hojlund wird es in dieser Formation wohl nicht noch einmal geben. Denn dieses Team wirkte im ersten Durchgang zu harmlos und in ihren Mitteln limitiert. Die ersten beiden Tore (16. und 20. Minute) waren beide vermeidbar und das dritte erfolgte zu einem ärgerlichen Zeitpunkt.

Nach 0:3 Charakter gezeigt

Der dritte Gegentreffer (68. Minute) fiel in einer Phase, als die Eintracht nach den Einwechslungen von Burkardt, Kalimuendo und Götze (für Dahoud, Amaimouni-Echghouyab und Doan) ab der 60. Minute plötzlich das Spielgeschehen in der Allianz Arena diktierte und Burkardt wenige Minuten nach seiner Einwechslung eine Kalimuendo-Flanke an den linken Pfosten gesetzt hatte. Es spricht für die Moral der „Adler“, dass sie auch nach diesem brutalen Nackenschlag nicht zusammenbrachen, sondern Moral zeigten und dem Meister vor gut 7.000 mitgereisten Fans Paroli boten.

„Doppelspitze“ macht Hoffnung

Die Leistung des nach Verletzungen in das Team zurückgekehrten Sturmduos Kalimuendo und Burkhard machen den Eintracht-Fans wieder Hoffnung. Das ausgerechnet die beiden „Joker“ mit ihren Toren nochmals für Spannung in dieser scheinbar frühzeitig entschiedenen Partie sorgten, ist ein positives Signal an die gesamte Mannschaft und das Trainerteam.

Nach einem Foul von Kane an Hojlund verwandelte „Joker“ Jonathan Burkardt den fälligen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:3. Foto: Moni Pfaff

„Kali“ kann zum Frankfurter Publikumsliebling werden

Insbesondere die Spielweise des trickreichen, unfassbar beweglichen und zudem torgefährlichen Kalimuendo ist beeindruckend. Wie schnell und wirkungsvoll „Kali“ nach einem quer gespielten Strafraumpass von Bayern-Kapitän Kimmich auf Kim die Situation erkannte und den Ball vor dem verdutzten Kim und Bayern-Keeper Urbig ins leere Tor spitzelte, ist überragend.

„Kali“ Kalimuendo ist der ideale Sturmpartner für einen zentralen Mittelstürmer wie Burkardt oder Ebnoutalib und besitzt durch seine Spielweise alle Voraussetzungen ein neuer Frankfurter Publikumsliebling zu werden.

Wendig, dribbelstark und torgefährlich. Kalimuendo (Mitte) passt perfekt in ein Spielsystem mit zwei zentralen Angreifern. Foto: Moni Pfaff

Jetzt „Halbfinale“ gegen Freiburg

Nach dieser Niederlage und dem 2:1-Heimsieg des SC Freiburg gegen Mönchengladbach kommt dem kommenden Bundesliga-Heimspiel der Eintracht am Sonntag (1.März/Anstoß: 17.30 Uhr) gegen die mit nunmehr 33 Punkten einen Rang und zwei Zähler besseren Freiburger mit Blick auf die Europapokal-Qualifikation eine vorentscheidende Bedeutung zu.

Der Frankfurter Abstand auf Platz 6 (Leverkusen/39 Punkte/Nachholspiel beim HSV) und Rang 5 (Leipzig/41) könnte bei einer Heimniederlage auf bis zu 11 bzw. 13 Punkte anwachsen, was bei dann nur noch 10 ausstehenden Saisonspielen kaum noch aufzuholen sein dürfte.

Am kommenden Sonntag erlebt das sicher wieder ausverkaufte Waldstadion aus Eintracht-Sicht also zumindest ein „Halbfinale“ um mögliche Europapokalspiele in der kommenden Saison. jogo

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Kommentare anzeigen (1)
  1. „Adlerauge“

    Der Matchplan war klar erkennbar.

    Bis zur 60 Minute die Bayern rennen lassen, und dann Gas geben. Der Plan an sich war gut, und hätten wir nicht dieses 1. „Eigentor“ von Santos zum 0:1 bekommen, dann wäre der Plan sogar recht gut aufgegangen. Leider halt auch etwas Pech gehabt. Ganz ehrlich: Ab der 60. Minute hätten wir’s verdient gehabt wenigstens einen Punkt mitzunehmen.

    Ich muss sagen, ich habs mit dem fehlenden Personal und diesem Torwart deutlich schlimmer ewartet.
    Bei unseren anderen Trainern wären wir gnadenlos untergegangen. Es ist sehr schade, das wir am Ende ohne Punkt(e) nach Hause fahren mussten.

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