Am Vesuv musste der „Catenaccio“ her

Am Fuße des Vesuvs ließ der von Kapitän Koch (Mitte), Kristensen (l.), Torhüter Zetterer und Theate geleitete „Catenaccio“ keinen Gegentreffer zu.  Fotosticker: Moni Pfaff

Neapel/Frankfurt (04./05.11.2025). Nach 11 Gegentoren in den ersten drei Champions-League-Spielen, zwei 1:5-Pleiten in Folge bei Atletico Madrid und gegen den FC Liverpool und dem Prädikat „schlechteste Abwehr der Königsklasse“, machte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller Tabula rasa, stellte sein Team auf Neuanfang und entführte aus dem hitzigen Stadio Diego Armando Maradona am Fuße des Vesuvs mit einem 0:0 gegen den SSC Napoli einen respektablen Punkt. Mit jeweils 4 Zählern belegen beide Teams aktuell Platz 20 (Eintracht) und 21 (Napoli) der CL-Tabelle.

Lob von Antonio Conte

„Sie haben den italienischen Catenaccio gut gelernt“, lobte ausgerechnet die für Napoli verantwortliche italienische Trainer-Legende Antonio Conte diese defensive Eintracht-Taktik. Ein Kompliment für die Hessen, die in einer defensiv und äußerst kompakt agierenden 3-4-2-1-Formation kaum gegnerische Torchancen zuließen und zumindest in der zweiten Halbzeit durch Ansgar Knauff (zu zentraler Volleyschuss) eine Großchance erspielten.

Robin Koch „Man of the Match“

Herauszuheben aus einer sehr diszipliniert wirkenden Eintracht-Mannschaft ist Kapitän Robin Koch, der sein kurzes Formtief überwunden zu haben scheint. Koch, der speziell Napolis „Kopfball-Waffe“ McTominay mehrfach körperlich wegblockte und seine Abwehr souverän organisierte wurde nach Spielschluss zum „Man oft eh Match“ ausgezeichnet; „sehr verdient!“, wie Mannschaftskollege Timothy auf einem Instagram-Clip lautstark kundtat.

Ebenso medienwirksam erwähnten fast alle Eintracht-Offiziellen, Spieler und Funktionäre ihr Unverständnis über den Ausschluss der Frankfurter Fußballfans durch einen Beschluss der Präfektur von Neapel. Ein Protest der Eintracht gegen diese Maßnahme bei der UEFA blieb erfolglos, weshalb Sportdirektor Markus Krösche von einer „Wettbewerbsverzerrung“ sprach. Selbst Neapel Bürgermeister Geatano Manfredi bedauerte in einem Sky-Interview dieses Vorgehen, welches er Kraft seiner Position aber nicht verhindern konnte.

Kristensen & Theate in Form

Ebenfalls wieder top in Form sind Kochs Abwehrkollegen Kristensen, ohne dessen verletzungsbedingte Absenz die Eintracht Gegentore in 5 Ligaspielen (14) und einem CL-Spiel (5) insgesamt 19 (1) Gegentreffer kassierte, sowie Arthur Theate, der gegen den SSC Neapel wieder als Führungsspieler voranging.

Freunde aus Bergamo kommen

Nächster CL-Gegner der Eintracht ist am 26. 11. 2025 (Anstoß in Frankfurt: 21 Uhr) der italienische Erstligist Atalanta Bergamo, mit dessen Anhängern die Eintracht-Fans eine historische Fanfreundschaft pflegen. Atalanta ist mit je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage in die Königsklasse gestartet (das Mittwochsspiel in Marseille war bei Redaktionsschluss nicht beendet) und belegte in der der Seria A nach 10 Spieltagen derzeit Rang 11.

Gegen seinen Ex-Club Mainz 05 will der aktuell zweitbeste deutsche Bundesliga-Torschütze Jonathan Burkhardt (hier sein Treffer gegen St. Pauli)) am Sonntag mindestens sein 7. Ligator erzielen. Foto: Moni Pfaff

Burkhardt gegen Ex-Club

Doch zuvor empfangen Dino Toppmöller und sein Team am kommenden Sonntag (Anstoß: 19.30 Uhr) die seit 20. September und 6 Spieltagen sieglose Mannschaft des Lokalrivalen Mainz 05, dem Ex-Club von Eintrachts aktuellem Topstürmer Jonathan Burkhardt, der mit besonderer Motivation in das Spiel gehen dürfte. Mainz belegt aktuell Rang 17 (5 Punkte), die Eintracht ist nach dem eher enttäuschenden 1:1-Unendschieden zuletzt beim Tabellenschlusslicht 1.FC Heidenheim, nach nur einem Sieg aus den letzten 5 Ligaspielen mit 14 Punkten auf Tabellenrang 8 abgerutscht. Ein Heimsieg über Mainz ist für die „Adler“ de facto Pflicht. Jogo

Vorheriger Artikel

EINTRACHTintim dankt den Ultras "UF97"

Nächster Artikel

“Befreiter” Doan trifft zum 1:0-Sieg

Write a Comment

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert